Komödie | Großbritannien 2010 | 95 Minuten

Regie: SJ Clarkson

Nach dem Tod seiner über alles geliebten Mutter wendet sich ein Junge als Kompensation der Kochkunst zu. Als sein Vater eine neue Partnerin findet, reagiert er mit Eifersucht, was in ein Kochduell zwischen Sohn und Stiefmutter mündet. Solide inszenierte Komödie über die Kindheit des englischen Food-Autors Nigel Slater, die sich vor dem Hintergrund des Klassenkonflikts zwischen Proletariat und Kleinbürgertum als Drama eines sich ungeliebt fühlenden Kindes entfaltet. Während der Film nostalgisch das "Good Old England" der 1960er-Jahre beschwört, krankt er an der wenig stimmigen Figurenzeichnung. Dank der hinreißenden Darstellerin wird die "böse" Stiefmutter zum Herzstück des Films. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
TOAST
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2010
Regie
SJ Clarkson
Buch
Lee Hall
Kamera
Balazs Bolygo
Musik
Ruth Barrett
Schnitt
Liana Del Giudice
Darsteller
Helena Bonham Carter (Mrs. Potter) · Freddie Highmore (älterer Nigel Slater) · Ken Stott (Vater) · Victoria Hamilton (Mutter) · Oscar Kennedy (Nigel Slater als Kind)
Länge
95 Minuten
Kinostart
11.08.2011
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
MFA (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
MFA (16:9, 2.35:1, dts-HD engl./dt.)
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Diskussion
Mutter ist die Beste. Die Allerbeste. Jedenfalls für Nigel. Der kleine Junge liebt und bewundert seine Erzeugerin, daran können auch ihre Kochkünste nichts ändern, die, freundlich gesagt, nicht existieren. Alles, was sie zustande bringt, sind leere Versprechungen, die regelmäßig in kulinarischen Desastern enden. Selbst einfachstes Corned Beef mit Bohnen aus der Dose misslingt, und so ist jener „Toast“, der dem Film den Titel gibt, schon das Höchste der Kochgefühle. An der Zuneigung des Muttersöhnchens ändert dies nichts, erst recht nicht, als die Mutter zu kränkeln beginnt. Jede Minute will der Sohn mit ihr verbringen. Spätestens beim sentimentalen, von der Regie trefflich ausgedehnten Tanz ahnt man jedoch, dass Nigel bald allein zurecht kommen muss, mit seinem Vater, den er immer schon ein wenig verachtet hat. Liebe geht in diesem Film durch den Magen; der Hass allerdings nicht weniger. Bevor die Mutter an Tuberkulose stirbt, versucht sie, ein

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