Captain America (2011)

- | USA 2011 | 124 Minuten

Regie: Joe Johnston

Ein schwächlicher junger Amerikaner wünscht sich in den 1940er-Jahren sehnlichst, seinem Land im Kampf gegen die Nazis zu dienen. Von einem Wissenschaftler im Auftrag des Militärs zum Super-Soldaten verwandelt, nimmt er den Kampf gegen einen Schurken auf, der selbst Hitler an Fanatismus in den Schatten stellt. Die im Retro-Look gestaltete Adaption eines Superhelden-Comics aus den 1940er-Jahren greift die Naivität der Vorlage auf und zelebriert ein überspitztes, heiter-optimistisches Abenteuer vom Sieg der Demokratie über den Faschismus. Dass der Film dabei auf eine raffiniertere Revision des Stoffs verzichtet, wirkt als Hommage auf eine vergangene Epoche durchaus stimmig. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2011
Regie
Joe Johnston
Buch
Christopher Markus · Stephen McFeely
Kamera
Shelly Johnson
Musik
Alan Silvestri
Schnitt
Robert Dalva · Jeffrey Ford · Michael McCusker
Darsteller
Chris Evans (Steve Rogers / Captain America) · Hugo Weaving (Johann Schmidt / Red Skull) · Tommy Lee Jones (Col. Chester Phillips) · Hayley Atwell (Peggy Carter) · Stanley Tucci (Abraham Erskine)
Länge
124 Minuten
Kinostart
18.08.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.

Heimkino

DVD und BD existieren in diversen Umverpackungen. Die DVD enthält als Extra u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, der Kamerafrau Shelly Johnson und des Cutters Jeff Ford. Die Standard BD (2D) sowie die 3D-BD (Film hier auch in 2D abspielbar) enthalten zudem noch ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (5 Min.) sowie diverse Kurzdokumentationen zu Ausstattung, Dramaturgie und Filmtechnik (7 Teile, insgesamt 48 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Als der Protagonist so weit ist, sich als veritabler Superheld zu bewähren und einem Supernazi den Garaus zu machen, streut Regisseur Joe Johnston eine flotte Montagesequenz ein, die dem Entstehungsmythos der titelgebenden klassischen Comic-Figur unvermittelt den Anstrich einer Farce gibt. Nachdem der schmalbrüstige, kurzatmige Steve Rogers, den die US-Armee trotz Generalmobilmachung für den Zweiten Weltkrieg mehrfach als dienstuntauglich abwies, im Laborversuch zum fast unverwundbaren Übermenschen aufgepumpt wurde, scheint sein Wunsch, dem Vaterland im Kampf gegen die Faschisten zu dienen, endlich in Erfüllung zu gehen. Statt ihn jedoch an die Front zu verschiffen, streift man dem netten Kerl aus Brooklyn ein patriotisches Fantasiekostüm über, in dem er landauf, landab auf Varietébühnen für Kriegsanleihen werben muss. Zwischen den Tänzerinnen einer Chorus Line lugt dabei jeweils ein Hitler-Darsteller hervor, um sogleich mit einem Fausthieb zu Boden gestreckt zu werden. Als wäre der Tingeltan

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