- | Frankreich 2010 | 102 Minuten

Regie: Laure Charpentier

Nach einer tragisch endenden Jungmädchenliebe wandelt sich eine lesbische Frau in der Pariser Bohème der 1960er-Jahre zur schillernden "Gigola" im Dandy-Stil. Äußerlich ein glühender Stern des Nachtlebens im anrüchigen Pigalle-Viertel, trauert sie im Stillen immer noch ihrer großen Liebe nach. Eine nostalgische, liebevoll ausgestattete Hommage an eine Subkultur, deren Erzählung und Figurenzeichnung jedoch allzu oberflächlich bleiben. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GIGOLA
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2010
Regie
Laure Charpentier
Buch
Laure Charpentier · Denise Petit-Didier
Kamera
Giorgos Arvanitis
Musik
Jean-Jacques Debout
Schnitt
Chantal Hymans
Darsteller
Lou Doillon (Gigola) · Eduardo Noriega (Tony) · Marie Kremer (Cora) · Rossy de Palma (Dominique) · Marisa Berenson (Solange)
Länge
102 Minuten
Kinostart
06.10.2011
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Diskussion
Es ist alles da: das Treppenhaus, die junge Frau im Schulrock, eine Rektorin, die sie anhimmelt. Eins, zwei, drei, und die Hommage ist fertig. In einem kurzen Prolog, dem Rückblick auf glücklichere Tage, stellt sich „Gigola“ in die Tradition des wohl bedeutendsten Klassikers der lesbischen Kinogeschichte. 1931 spielte Hertha Thiele in Leontine Sagans „Mädchen in Uniform“ (fd 1099) die minderjährige Internatsschülerin Manuela, die sich am Ende aus Verzweiflung über ihre unglückliche Liebe zu einer Lehrerin im Treppenhaus der Schule zu Tode stürzen will. Nach dem Krieg, 1958, im weichgespülten Remake einer deutsch-französischen Co-Produktion, schlüpfte Romy Schneider in die Rolle Manuelas (fd 7129). Die Französin Laure Charpentier hat beide Filme gesehen, war begeistert und würde in

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