Labyrinth (2011)

Politthriller | Türkei/Deutschland 2011 | 123 Minuten

Regie: Tolga Örnek

Ein Attentat in Istanbul mit islamistischem Hintergrund fordert zahlreiche Opfer. Die toughe Ermittlerin einer Sondereinheit und ihr desillusionierter Partner wollen die Hintermänner dingfest machen, bevor ein noch schrecklicherer Anschlag gelingt. Ein dank vielschichtiger Figurenzeichnung und klug gebauter Handlungsstränge ebenso spannender wie intelligenter Politthriller, der sich nicht auf die Kraft seiner politischen Botschaften verlässt, sondern auf solide Erzählung und die innere Spannung seiner Figurenkonstellationen setzt. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
LABIRENT
Produktionsland
Türkei/Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Tolga Örnek
Buch
Tolga Örnek
Kamera
Burak Kanbir
Schnitt
Oğuz Çelik
Darsteller
Timuçin Esen (Fikret) · Meltem Cumbul (Reyhan) · Sarp Akkaya (Bülent) · Riza Kocaoglu (Haluk) · Umut Kurt (Zait)
Länge
123 Minuten
Kinostart
22.12.2011
Fsk
ab 18; f
Genre
Politthriller

Diskussion
Gibt es den ausgewogenen Politthriller zum Mitdenken? Zumal in der Türkei, deren Actionfilm-Szene zwischen dem nationalistischen Geschmäckle der „Tal der Wölfe“-Filme (u.a. fd 37 504) und der wuchtigen Didaktik eines Mahsun Kirmizigül („Fünf Minarette in New York“, fd 40 180) zersplittet ist, sind differenzierte Vertreter des Genres eher die Ausnahme. Nun hat sich Tolga Örnek seiner angenommen, ein Ex-Dokumentarist und Autorenfilmer, der sich mit seinen bisherigen Spielfilmen „Der Klub der Versager“ („Kaybedenler Kulübü“, 2011) und „Die Wagen der Revolution“ („Devrim Arabalari“, 2008) nicht nur als solider Handwerker bewährt, sondern auch ein Gespür für Geschichtsbewusstsein und treffsichere Untertöne bewiesen hat. Offenbar der richtige Mann zur richtigen Zeit: „Labyrinth“ setzt auf Spann

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