Was weg is, is weg

Komödie | Deutschland 2012 | 88 Minuten

Regie: Christian Lerch

Drei Brüder treffen sich 1986 in ihrem Elternhaus in Niederbayern, weil einer von ihnen bei Greenpeace anheuern will. Die Abschiedsfeier gerät in Vergessenheit, als sich der Wirt des Dorfs einen Arm absägt, um die Versicherungssumme zu kassieren. Turbulent-makabre, mitunter auch lustvoll alberne Komödie, die Mythen des Heimatfilms gegen den Strich bürstet und mit liebevoll gezeichneten Figuren und lakonischen Dialogen unterhält. Unterschwellig geht es um Heimat und Familie, Zugehörigkeit und Weggehen, wobei die detailfreudig rekonstruierten 1980er-Jahre den Hedonismus, aber auch das ökologische Bewusstsein jener Jahre aufleben lassen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Christian Lerch
Buch
Christian Lerch
Kamera
Stefan Biebl
Musik
Jakob Ilja
Schnitt
Anja Pohl
Darsteller
Florian Brückner (Lukas) · Matthias Keller (Paul) · Maximilian Brückner (Hansi) · Johanna Bittenbinder (Erika Baumgarten) · Heinz Josef Braun (Johann Baumgarten)
Länge
88 Minuten
Kinostart
22.03.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Diskussion
Der Filmtitel signalisiert eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit dem Unabänderlichen, gepaart mit lakonischem Humor. Die Dinge sind nun mal so, wie sie sind, Änderungswünsche zwecklos. Allerdings birgt dieser verschmitzte Pragmatismus auch Unsicherheit. Denn nicht alles, was weg ist, sorgt auch für Erleichterung. Wenn Dinge so pointiert achselzuckend als entbehrlich bezeichnet werden, kehrt später womöglich um so mehr die Sehnsucht nach ihnen zurück. Aus diesem Gefälle zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Intention und Resultat bezieht das Regiedebüt seine Komik. Inspiriert ist es von dem Roman „Bellboy“ von Jess Joc

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren