Bis zum Horizont, dann links!

Komödie | Deutschland 2012 | 92 Minuten

Regie: Bernd Böhlich

Der verbitterte Bewohner eines Seniorenpflegeheims entführt während eines Rundflugs seine alten Mitbewohner, eine junge Pflegeschwester sowie die beiden Piloten, um dem lieb- und perspektivlosen Verwaltetwerden im Alter mit einem "Ausflug" ans Mittelmeer zu begegnen. Formal eher schlichte, gleichwohl liebenswürdige, hochkarätig besetzte "Senioren-Komödie". Mit Skurrilität, einigem makabren Dialogwitz sowie einer guten Portion Galgenhumor angesichts der lieblosen Daseinsverhältnisse und der Alltagswehwehchen der Protagonisten macht sich der Film auf eher besinnliche Weise für die Rechte alter Menschen stark. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Bernd Böhlich
Buch
Bernd Böhlich
Kamera
Florian Foest
Musik
Andreas Hoge
Schnitt
Esther Weinert
Darsteller
Otto Sander (Eckehardt Tiedgen) · Angelica Domröse (Margarete Simon) · Ralf Wolter (Willy Stronz) · Marion van de Kamp (Fanny Dè Artong) · Us Conradi (Hanni Dè Artong)
Länge
92 Minuten
Kinostart
12.07.2012
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Neue Visionen (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Es ist heutzutage längst keine Selbstverständlichkeit, dass ein Filmregisseur über mehr als drei Jahrzehnte hinweg kontinuierlich fürs Fernsehen, aber auch fürs Kino inszenieren und damit seinem Beruf nachkommen kann. Dass Bernd Böhlich (geb. 1957) so etwas nicht mit (über-)ambitionierter und zudem teurer „Filmkunst“ gelingt, liegt auf der Hand; dies geht wohl primär nur mit Unterhaltungsstoffen, Komödien und Serienkost, Arbeiten, für die es keine strahlenden Filmpreise gibt, die Böhlich gleichwohl mit hoher inszenatorischer Professionalität, oft auch ruhig-entspannter Gelassenheit (die Filme um Wachtmeister Krause) leistet – vor allem aber mit spürbarem Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Sujets. Immer wieder geht es darin um vereinsamte (oft ältere) Menschen in Lebenskrisen, die in den Niederungen ihres Daseins nach Auswegen suchen und zögerlich einen Neuanfang wagen. Es sind meist melancholisch leise, dabei aber lebensbejahende Geschichten, in denen d

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