Prometheus - Dunkle Zeichen

- | USA 2012 | 124 (24 B./sec.)/120 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Ridley Scott

Ein Forscherpaar schließt sich gegen Ende unseres Jahrhunderts einer Weltraum-Expedition an und versucht, dem Rätsel der Schöpfung näher zu kommen. Dazu breitet der Science-Fiction-Film einen auf zahllose Vorbilder verweisenden fantastischen Entwurf allen Werdens und Vergehens aus. Regisseur Ridley Scott knüpft an Motive aus seinem Film "Alien" (1979) an und versetzt mit verblüffenden Ideen und visionären Set-Designs in Staunen, während die Handlung zunehmend den Klischees des genreüblichen Horrorfilms verfällt. Die meisten Figuren bleiben blutleer, und der Dialog steht mit seiner auf bloße Worthülsen reduzierten Pseudo-Metaphysik der angestrebten Tiefgründigkeit und dem Genuss der großartigen optischen Schauwerte im Weg. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PROMETHEUS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Ridley Scott
Buch
Jon Spaihts · Damon Lindelof
Kamera
Dariusz Wolski
Musik
Marc Streitenfeld
Schnitt
Pietro Scalia
Darsteller
Noomi Rapace (Elizabeth Shaw) · Michael Fassbender (David) · Charlize Theron (Meredith Vickers) · Idris Elba (Janek) · Guy Pearce (Peter Weyland)
Länge
124 (24 B.
sec.)
120 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
09.08.2012
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras der DVD enthalten u.a. ein Feature mit fünf so im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.). Die Extras der BD (2D) umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie einen Audiokommentar mit den Drehbuchautoren Jon Spaihts und Damon Lindelof sowie ein gegenüber der DVD erweitertes Feature mit 14 so im Film nicht verwendeten Szenen (37 Min.). Mustergültig ist indes das Bonusmaterial der "4-Disc Collector's Edition" (3D), die eine Disk mit der brillanten Dokumentation "Die Entstehung von 'Prometheus - Dunkle Zeichen'" (221 Min.) enthält, die keine Fragen zur Genese des Films offen lässt. Des Weiteren ist hier ein sog. "Produktions-Archiv" mit mehreren tausend Bildern, Prävisualisierungen (26 Min.) und Screentests (21 Min.) enthalten. Die 3-Disk Steel Box (3D) ist mit der "4-Disc Collector's Edition" vom Bonusmaterial her gesehen vergleichbar. Ihr fehlt lediglich eine zusätzliche DVD mit dem Hauptfilm. Beide 3D-Editionen sind mit dem Silberling 2012 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl., dts dt.)
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Diskussion
Zu Beginn von Ridley Scotts „Alien“ (fd 22 226) findet die Crew eines intergalaktischen Frachters Teile eines mysteriösen Raumschiffs und in dessen Pilotensitz die Überreste eines entfernt menschenähnlichen Wesens – eine faszinierende Kreation des Schweizer Surrealisten H.R. Giger. Zahlreiche Fans, die den Film mehrmals gesehen hatten, wunderten sich, dass die Figur hernach keine Rolle mehr spielte. Mit ihnen wunderte sich Ridley Scott, warum er nie nach Sinn und Bedeutung des rätselhaften, die Fantasie beflügelnden Wesens gefragt worden ist. Die Film-Crew hatte sogar einen Namen für die Figur erfunden: Space Jockey. Als solcher ist er in die Literatur eingegangen, undefiniert und wenig beachtet, mehr ein Fragezeichen für Analysten des Films als fürs Publikum. Auch die folgenden, nicht mehr von Scott inszenierten „Alien“-Filme hatten für ihn keine Verwendung. Scotts „Prometheus“ könnte auch „Auf den Spuren des Space Jockey“ heißen, denn ihm und seinem außerirdischen Geschlecht wird hier eine ausufernde, Gott und die Welt in Frage stellende Geschichte angedichtet, die einerseits von der optischen Faszination bildstarker Weltraum-Panoramen und beunruhigender Giger-Interie

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