Was bleibt (2012)

Drama | Deutschland 2012 | 88 Minuten

Regie: Hans-Christian Schmid

Ein junger Berliner Schriftsteller reist mit seinem kleinen Sohn zu einem Familientreffen mit seinen Eltern und seinem Bruder. Während des Sommerwochenendes gerät das Familiengefüge aus der Balance, als die seit Jahren seelisch labile Mutter ankündigt, keine Psychopharmaka mehr zu nehmen. Subtiles Kammerspiel, das ein schmerzhaftes Panorama des deutschen Bildungsbürgertums entwirft, hinter dessen Fassade Generationsbrüche und seelische Nöte schlummern. Ein schnörkelloses, eindringliches Drama als leises, vorzüglich gespieltes Gruppenbild mit implodierender Kettenreaktion, die das Unglück der Figuren trotz betont flacher Bilder ganz nah heranrücken lässt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Hans-Christian Schmid
Buch
Bernd Lange
Kamera
Bogumil Godfrejów
Musik
The Notwist
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Lars Eidinger (Marko Heidtmann) · Corinna Harfouch (Gitte Heidtmann) · Sebastian Zimmler (Jakob Heidtmann) · Ernst Stötzner (Günther Heidtmann) · Picco von Groote (Ella Staudt)
Länge
88 Minuten
Kinostart
06.09.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Immer wieder sieht man in diesem Kammerspiel Schweigende. Menschen, die eine Auszeit nehmen von dem Geplapper der anderen Familienmitglieder, die jeden Konflikt aus Mangel an existenziellen Widerständen vermeiden. Angereist zu einem jener seltenen Stelldicheins irgendwo im grünen Reihenhausgürtel eines rheinländischen Vororts, schalten sie sofort den energiesparenden Schongang ein. Drei Generationen spielen sich eine gutbürgerliche Sonntagsidylle mit Kaffee, Kuchen und angestrengt guter Laune vor. Natürlich ist nichts, wie es scheint. Der von Lars Eidinger gespielte Sohn schlurft als Berliner Kreativer durch sein langsames Leben, mit obligatorischem Nachwuchs und gescheiterter Ehe. Sein Bruder, ein weiteres Exemplar jener neuen, von Soziologen mit Staunen erforschten Spezies des unentschiedenen männlichen Thirtysomething, hat die

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