Anna Karenina (2012)

Drama | Großbritannien 2012 | 130 (24 B./sec.)/125 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Joe Wright

Verfilmung des Romanklassikers von Tolstoi um eine Ehefrau aus der feinen russischen Gesellschaft, die Ehebruch begeht und sich von ihrem Mann trennt, deren leidenschaftliche Liebe aber an der gesellschaftlichen Ächtung scheitert. Die Handlung wird teilweise in einen künstlichen (Theater-)Raum verlegt, der die verhängnisvolle Dynamik des gesellschaftlichen Beobachtens und Beobachtetwerdens suggestiv zum Ausdruck bringt. Bildgewaltig inszeniert und bravourös gespielt, gelingt dabei eine fesselnd neue Lesart des Romans. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ANNA KARENINA
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2012
Regie
Joe Wright
Buch
Tom Stoppard
Kamera
Seamus McGarvey
Musik
Dario Marianelli
Schnitt
Melanie Ann Oliver
Darsteller
Keira Knightley (Anna Karenina) · Jude Law (Karenin) · Aaron Taylor-Johnson (Wronskij) · Kelly MacDonald (Dolly) · Matthew MacFadyen (Oblonskij)
Länge
130 (24 B./sec.)/125 (25 B./sec.) Minuten
Kinostart
06.12.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
Welch ein Einstieg, mit dem man in diese Verfilmung des Romanklassikers gezogen wird: Ein Theater-Vorhang öffnet sich, und man befindet sich mitten in einer Inszenierung, die sich in Plansequenzen traumartig von den Brettern der Bühne hinter die Kulissen, dann in den Oberhimmel mit seinen Seilkonstruktionen und wieder zurück in den Besucherraum schwingt. Türen werden geöffnet, neue Räume betreten, und plötzlich steht man mit den Figuren in der Natur oder zwischen völlig anderen Gemäuern. Die Naturgesetze haben Regisseur Joe Wright und Theater-Drehbuchautor Tom Stoppard mit diesem magischen Erzähl-Rhythmus ähnlich außer Kraft gesetzt wie Raúl Ruiz in seiner Proust-Verfilmung „Die wiedergefundene Zeit“ (fd 34 680) – ein hintergründiges Gesellschaftsporträt zeichnen beide Filme. Die Vertreter der feinen Gesellschaft verharren im Stillstand, während die Hauptfiguren wie im Traum durch sie hindurchtanzen oder wie im Albtraum kurz vor dem mentalen Absturz du

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