4K UHD. | USA/Kanada/Großbritannien 2013 | 143 (24 B./Sec.)/137 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Zack Snyder

Neuerliche Verfilmung des klassischen Comics um den ersten Superhelden, der als Baby von seinen Eltern auf eine Reise durchs Weltall geschickt wird, um ihn vor dem bevorstehenden Untergang seines Heimatplaneten Krypton zu bewahren. 33 Jahre lang wächst er auf der Erde mit außergewöhnlichen Kräften, aber auch manchen Selbstzweifeln bei Adoptiveltern in Kansas auf, ehe er in der Konfrontation mit General Zod seine wahre Identität erkennt. Dieser will auf der Erde eine neue Heimstatt errichten, was Superman zu verhindern versucht. Die schauprächtig-spektakuläre Comic-Verfilmung ist von vielen Rückblenden durchzogen und unterhält anfänglich dank ihrer reizvoll ausgespielten Gelassenheit. Bald aber jagt die Handlung allzu atemlos voran und mündet in eine gänzlich ironiefreie, plumpe Zerstörungsorgie, die durch die Redundanz ermüdet, mit der Häuser durchstoßen werden und Fäuste aufeinanderkrachen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MAN OF STEEL
Produktionsland
USA/Kanada/Großbritannien
Produktionsjahr
2013
Regie
Zack Snyder
Buch
David S. Goyer
Kamera
Amir Mokri
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
David Brenner
Darsteller
Henry Cavill (Superman / Clark Kent) · Amy Adams (Lois Lane) · Russell Crowe (Jor-El) · Michael Shannon (General Zod) · Kevin Costner (Jonathan Kent)
Länge
143 (24 B.
Sec.)
137 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
20.06.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
4K UHD. | Action | Fantasy | Science-Fiction

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die BD enthält indes die "Starke Charaktere, legendäre Rollen" über Superman und den Film (26 Min.) und "Super-Action" über Stunts und Action im Film (26 Min.). Die BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Comic-Verfilmungen sind schwierig. Was kann man schon erreichen mit einem allzeit überlegenen Helden und einer Story, die scheinbar keine Überraschungen beinhaltet? Zack Snyder wählt den naheliegendsten aller Auswege: Er erzählt davon, wie Superman überhaupt zu dem wurde, was er ist, und geht bis zu dessen Geburt auf dem Planeten Krypton zurück. Hauptakteur ist zunächst Supermans Vater Jor-El, der seinen Sohn als Messias-Gestalt formt, um in einer Weltuntergangssituation „Rasse“ und „Volk“ das Überleben zu sichern. Das gelungene Production Design dieser Szenen erinnert an H.R. Gigers epochale Arbeit für „Alien“. Snyder inszeniert die ausführliche Exposition mit einer Gelassenheit, die der Film später aber verliert. Dann jagt die Handlung atemlos voran, wobei der Weg zum vorhersehbaren Showdown fortwährend von Rückblicken unterbrochen wird, in denen Farmerssohn Clark Kent aus Kansas seine erstaunlichen Fähigkeiten zu beherrschen lernt. Snyders Clark/Superman ist ein ewiger Nerd und Gutmensch, ein Streber ohne Fehl und Tadel. Nur die Auftritte seiner beiden Väter in Gestalt von Kevin Costner und Russell Crowe trösten über die filmische Ödnis hinweg. Trotz Amy Adams als naseweises All-American-Girl Lois Lane hält sich der Spaß in engen Grenzen. Ironie fehlt dem Film komplett, jene Lässigkeit, die die vorhersehbare Handlung erträglich gemacht hätte. Das letzte Viertel ist eine plumpe Zerstörungsorgie, wie man sie nach 9/11 nicht für möglich hielt und die durch die Redundanz ermüdet, mit der Häuser durchstoßen werden und Fäuste aufeinanderkrachen. Das alles hat die Anmutung einer Wrestling-Show im Trash-TV. So bleibt „Man of Steel“ allenfalls dadurch in Erinnerung, dass Snyder einmal mehr seine Faszination für muskulöse Männerkörper auslebt, die er gern in Gebrauch oder passiv in Erwartung zeigt - möglichst unbekleidet, stählern hart und perfekt geformt; analog zum Film: fetischistisch und unfreiwillig komisch.
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