Das radikal Böse

Dokumentarfilm | Deutschland 2013 | 96 Minuten

Regie: Stefan Ruzowitzky

Vom Sommer 1941 bis Ende 1943 erschossen SS-Einsatzgruppen in den eroberten „Ostgebieten“ zwei Millionen Juden, ehe der Holocaust in die industrielle Auslöschung des europäischen Judentums überging. Der über weite Strecken mit nachinszenierten Szenen arbeitende Dokumentarfilm versucht in einer Mischung aus authentischen Originalzitaten, Reenactments und Interviews mit Zeitzeugen und Experten, die Bedingungen und Mechanismen des barbarischen Abschlachtens für ein größeres Publkum durchsichtig zu machen. Das Ergebnis ist eine höchst ambivalente Melange aus Facts & Fiction, die sich bisweilen hart am Rande einer "Soap" bewegt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Stefan Ruzowitzky
Buch
Stefan Ruzowitzky
Kamera
Benedict Neuenfels
Musik
Patrick Pulsinger
Schnitt
Barbara Gies
Länge
96 Minuten
Kinostart
16.01.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
W-film/Lighthouse & Falter Verlag (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft Romuald Karmakar um ein Spielfilmprojekt über das Hamburger Polizeibataillon 101. Dessen Arbeitstitel „Ich habe mich, und das war mir möglich, bemüht, nur Kinder zu erschießen“, ist als Originalzitat eines anonym bleibenden Täters auch in Stefan Ruzowitzkys „Reenactment“ über die deutschen Einsatzgruppen und Sonderkommandos der SS zu hören, die 1941 bis 1943 in den von der Wehrmacht eroberten „Ostgebieten“ zwei Millionen Juden erschossen. Die grauenvollen Massenmorde standen in der öffentlichen Thematisierung bislang meist im Schatten des „industriellen“ Holocausts, wenngleich die erschütternden Fakten wie etwa das Massaker von Babyn Jar wohl bekannt sind, wo binnen 36 Stunden 33.771 Juden getötet wurden. Karmakar wie Ruzowitzky geht es dementsprechend nicht um historische „Aufarbeitung“, sondern um den Versuch, dieses spezielle, „händige“ Kapit

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