- | Deutschland 2012 | 91 Minuten

Regie: Moritz Laube

Ein frustrierter Lehrer kehrt dem bundesdeutschen Kapitalismus den Rücken und gründet auf brandenburgischem Boden seinen eigenen Staat namens "Freiland". Doch der utopische Versuch scheitert an der eigenen Unfähigkeit, an diktatorischen Exzessen und an der fehlenden ökonomischem Basis. Satire auf anarchistische Rebellionen gegen die bestehende Ordnung, die so gut wie keine Ideen aufweist und bei der die Figuren allesamt unglaubwürdige Klischees bleiben. Zudem verärgert der Film durch seine verkürzende Gleichsetzung von Utopisten mit politisch gefährlichen Agitatoren. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2012
Regie
Moritz Laube
Buch
Moritz Laube
Kamera
Frank Blau
Musik
Philippe Glandien
Schnitt
Johannes Hubrich
Darsteller
Aljoscha Stadelmann (Niels Deboo) · Matthias Bundschuh (Christian Darré) · Stephan Grossmann (Bürgermeister Mathias S. Rast) · Henrike von Kuick (Nana) · Bruno Cathomas (Botschafter)
Länge
91 Minuten
Kinostart
07.08.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Diskussion
Niels Deboos hat die Nase voll. Als der Deutsch- und Ge-schichtslehrer auf einer Occupy- Demonstration mächtig eins aufs Auge bekommt, quittiert er seinen Dienst und seine Loyalität zur Bundesrepublik Deutschland. Bankenrettung, Staatsbankrott, Korruption: das alles kann ihm von nun an gestohlen bleiben. Denn vor den Toren der Hauptstadt, mitten im Brandenburgischen, gründet er einen eigenen Staat, ein besseres Deutschland. An seiner Seite zwei Dutzend Leute, die wie er keine Lust mehr haben auf Kapitalismus und Krise. Der neue Staat heißt Freiland, und als dessen Flagge zum ersten Mal gehisst wird, intoniert eine Dorfblaskapelle den bayrischen Defiliermarsch. Wer mitmachen will, muss sich einer Fragestunde unterziehen; darunter auch die Erkundigung:

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