Den Himmel gibt's echt

Drama | USA 2014 | 99 Minuten

Regie: Randall Wallace

Der vierjährige Sohn eines Pfarrers im ländlichen Nebraska erzählt von einem Nahtod-Erlebnis, bei dem er im Himmel auf Jesu Schoß gesessen haben will. Der Film ist bemüht, im Kontext eines beschönigenden Kleinstadt-Porträts die unterschiedlichen Reaktionen von Eltern und Mitbürgern aufzuzeigen, kommt aber inszenatorisch nicht über stereotype Muster hinaus. Ohne weltanschauliche Vertiefung verharrt er vornehmlich in den Grenzen eines quasi-religiösen Erbauungsstücks und bietet nicht mehr als weinerliche Oberflächlichkeit. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
HEAVEN IS FOR REAL
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2014
Regie
Randall Wallace
Buch
Randall Wallace · Christopher Parker
Kamera
Dean Semler
Musik
Nick Glennie-Smith
Schnitt
John Wright
Darsteller
Greg Kinnear (Todd Burpo) · Kelly Reilly (Sonja Burpo) · Thomas Haden Church (Kay Wilkins) · Connor Corum (Colton Burpo) · Lana Styles (Cassie Burpo)
Länge
99 Minuten
Kinostart
06.11.2014
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Der amerikanische Buchmarkt ist gut besetzt mit Literatur über so genannte „Near Death Experiences“ (Nahtod-Erlebnisse), von Raymond Moodys 1975 erschienenem Klassiker „Life After Life“ bis zu Jeffrey Longs wissenschaftlicher Studie „Evidence of the Afterlife“ (2010). „Den Himmel gibt’s echt“ ist auch keineswegs der erste Film, der sich des umstrittenen Phänomens annimmt, aber es ist einer der geschäftlich erfolgreichsten. Das hat viel mit der Umarmung religiöser Filme durch evangelikale Glaubensgemeinschaften in den USA zu tun, die erkannt haben, dass filmische Darstellungen sehr viel eindringlicher sein können als sonntägliche Predigten. Zwischen „Son of God“ und „Godʼs Not Dead“, den jüngsten Exemplaren des Genres, schwimmt auch „Heaven Is for Real“ auf dieser Welle mit. O

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