Krimi | Dänemark/Deutschland/Schweden 2014 | 120 Minuten

Regie: Mikkel Nørgaard

Ein verbitterter Polizeikommissar wird auf einen alten Fall angesetzt, bei dem 1994 zwei Geschwister brutal ermordet wurden, und nimmt sich die ehemaligen Schüler eines Elite-Internats vor, die damals verdächtigt wurden. Bald gerät er in einen Sumpf aus Sadismus und Machtgier. Die Verfilmung eines Thrillers des skandinavischen Autors Jussi Adler-Olsen zielt auf das absolut Böse, kommt aber nicht über pseudosoziologische Kolportage hinaus. Statt der komplexen Erforschung menschlicher oder spiritueller Ambivalenzen erschöpft sich die nüchterne Inszenierung in einer verbissenen Ernsthaftigkeit, die der schrillen Behauptung des sensationalistischen Themas kontraproduktiv gegenüber steht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FASANDRÆBERNE
Produktionsland
Dänemark/Deutschland/Schweden
Produktionsjahr
2014
Regie
Mikkel Nørgaard
Buch
Nikolaj Arcel · Rasmus Heisterberg
Kamera
Eric Kress
Musik
Johan Söderqvist
Schnitt
Morten Egholm
Darsteller
Nikolaj Lie Kaas (Carl Mørck) · Fares Fares (Assad) · Pilou Asbæk (Ditlev Pram) · David Dencik (Ulrik Dybbøl) · Danica Curcic (Kimmie)
Länge
120 Minuten
Kinostart
15.01.2015
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi | Literaturverfilmung | Thriller

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. ein längeres „Making of“ (26 Min.).

Verleih DVD
nfp/Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 dän./dt.)
Verleih Blu-ray
nfp/Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dän./dt.)
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Diskussion
Es würde sich lohnen, einmal eingehend darüber nachzudenken, warum sich deutsche Verlage die Mühe machen, sehr weltliche und zumeist recht grobe Krimis aus Skandinavien durch die Titelgebung ins Religiöse zu verzerren– Verblendung, Verdammnis, Vergebung, Erbarmen, nun also: Schändung. Im Untertitel heißt die zweite Jussi-Adler-Olsen-Verfilmung getreu dem dänischen Originals „Die Fasanentöter“ – was für all jene etwas unglücklich ist, die die Vorlage nicht kennen. Denn die Adaption nimmt sich recht große Freiheiten, denen nicht nur die Fasane zum Opfer fielen, sondern auch eine der vom Roman vorgegebenen Erzählperspektiven in der ohnehin nicht übermäßig anspruchs

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