Tristia - Eine Schwarzmeer-Odyssee

Dokumentarfilm | Deutschland 2014 | 104 Minuten

Regie: Stanislaw Mucha

Der Filmemacher Stanislaw Mucha reiste 2013 rund ums Schwarze Meer und porträtierte bei seinem 5000-Kilometer-Trip zahlreiche kauzige Menschen, hinter deren launigen Anekdoten und vordergründiger Lebenslust immer wieder die Furcht vor der Zukunft und das Misstrauen gegenüber den Nachbarvölkern aufscheinen. Vor dem aktuellen Hintergrund des Ukraine-Konflikts mag die affirmativ-neugierige Haltung des Films überholt erscheinen; gleichwohl bemüht er sich auf solch sympathische Weise darum, eine oft marginalisierte Region positiv abzubilden, sodass er deutlich über einen konventionellen Reisebericht hinauswirkt. (O.m.d.U.) - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Stanislaw Mucha
Buch
Stanislaw Mucha
Kamera
Andrzej Król
Musik
Eike Hosenfeld · Moritz Denis · Tim Stanzel
Schnitt
Hanke Knipper
Länge
104 Minuten
Kinostart
19.03.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Wie gastlich ist eigentlich das „Gastliche Meer“, wie das Schwarze Meer auch genannt wird? Stanislaw Mucha reiste für seinen Dokumentarfilm einmal um das sagenumwobene Gewässer. Dabei fand er nicht nur die skurrilen Typen, die man aus seinen früheren Filmen kennt, sondern auch jede Menge fiktive Anekdoten mit wahrem Kern – durchaus unterhaltsame Lebenslügen, mit denen sich die Schwarzmeeranwohner ihren krisenbeschwerten Alltag erträglich gestalten. Auf der 5000 Kilometer langen Reise durch fünf bis sieben Anrainerstaaten – je nachdem, ob man die zeitweise, gänzlich oder gar nicht souveräne Krim und Abchasien als vollwertige Staaten betrachtet oder nicht – sucht Mucha nicht nach Geschichten über Krieg und Verzweiflung oder gar nach Erklärungen dafür. Lange vor der Annexion der Krim durch Russland begibt er sich auf seine „Odyssee“, mit der er zunächst gegen weit verbreitete Düster-K

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