Das Zimmermädchen Lynn

Drama | Deutschland 2014 | 90 Minuten

Regie: Ingo Haeb

Ein hochneurotisches Zimmermädchen lebt seine voyeuristischen Neigungen aus, indem es sich unter den Betten von Hotelgästen versteckt. Als die scheue junge Frau Zeugin einer SM-Session wird, nimmt sie Kontakt mit der Domina auf. Aus der Begegnung der beiden Außenseiterinnen entsteht der Anstoß, dem eigenen Lebensglück entschiedener nachzujagen. Selbstbewusst umgesetzte Romanverfilmung um eine exzentrische Romantikerin, die von ihrer wunderbaren Hauptdarstellerin geprägt wird. Sensibles Einfühlungsvermögen, die intime Kameraführung und surreale Momente verbinden sich zu einer beglückenden Filmerfahrung. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Ingo Haeb
Buch
Ingo Haeb
Kamera
Sophie Maintigneux
Musik
Jakob Ilja
Schnitt
Nicole Kortlüke
Darsteller
Vicky Krieps (Lynn) · Lena Lauzemis (Chiara) · Steffen Münster (Heinz) · Christian Aumer (Ludwig) · Christine Schorn (Lynns Mutter)
Länge
90 Minuten
Kinostart
28.05.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
movienet (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Zimmermädchen sind vor allem im französischen Film eine feste Größe. Man denke nur an Jeanne Moreau in „Tagebuch einer Kammerzofe“ (fd 12 928), Emmanuelle Béart in „8 Frauen“ (fd 35 480) oder Virginie Ledoyen in „La fille seule“ (fd 32 542). Eine französische Grundierung gönnt sich auch der neue Film von Ingo Haeb. Die Heldin schaut sich am Laptop immer wieder alte französische Filme an. Für Atmosphäre sorgen französische Chansons samt der chronisch mädchenhaft schmachtenden Frauenstimmen. Und an der Kamera agiert Sophie Maintigneux, die schon für Rohmer „Das grüne Leuchten“ (fd 26 174) fotografierte und gerade per Anwalt um den Chef-Posten an der Berliner Film- und Fernsehakademie kämpfen muss, die ihr eine merkantil fixierte Senatspolitik verwehrt. Selbst die Hauptdarstellerin Vicky Krieps hat mit ihrer luxemburgischen Herkunft einen beinahe französischen Hintergrund. Kein Wunder also, dass die Macha

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