Der Bunker (2015)

Drama | Deutschland 2015 | 89 Minuten

Regie: Nikias Chryssos

Ein Student wird als Hauslehrer des achtjährigen Sohns einer Familie engagiert, die sich unter der Erde vor der Außenwelt abschottet. In streng komponierten Einstellungen entfaltet sich ein absurder Mikrokosmos voller Exzentrik und blankem Wahn, der von empathischen Augenblicken durchbrochen wird, die das Erstickende und Gewalttätige der familiären Enge fühlbar machen. Das groteske Kammerspiel formuliert keine geschlossene Mythologie, betont vielmehr das Nicht-Vereinbare aller gestalterischen Elemente und führt mit subtiler Kunstfertigkeit alle Bizarrerien immer wieder auf das Menschliche zurück. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Nikias Chryssos
Buch
Nikias Chryssos
Kamera
Matthias Reisser
Musik
Leonard Petersen
Schnitt
Carsten Eder
Darsteller
Pit Bukowski (Student) · Daniel Fripan (Klaus) · Oona von Maydell (Mutter) · David Scheller (Vater)
Länge
89 Minuten
Kinostart
21.01.2016
Fsk
ab 12; nf
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Kammerspiel

Heimkino

Die DVD- und BD-Edition enthält umfangreiche Extras, u.a. einen Audiokommentar von Regisseur Nikias Chryssos, ein erhellendes "Making of" (65 Min.), ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (19 Min.), ein 24-seitiges Booklet zum Film sowie die Kurzfilme "Schwarze Erdbeeren" (2005, 20 Min.) und "Der Großvater" (2009, 15 Min.). Eine auf 500 Exemplare limitierte DVD- & Blu-ray-Edition enthält zusätzlich eine Audio-CD mit dem Original-Soundtrack von Leonard Petersen. Die wertigenden Editionen sind mit dem Silberling 2016 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Bildstörung (16:9, 2.35, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Bildstörung (16:9, 2.35, dts-HDMA dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Nur zwei Mal fällt der Blick nicht auf eine Wand. Zwei Mal stapfen Menschen durch einen schneebedeckten Wald, einen Nirgend-Ort, wo die Zivilisation fern und über die Welt, wie wir sie kennen, nichts zu erfahren ist. Das Langfilmdebüt des deutsch-griechischen Regisseurs und Drehbuchautors Nikias Chryssos deutet seine Hermetik bereits im Titel an. Der Begriff des Bunkers weckt freilich nicht nur Ahnungen an den Mikrokosmos drinnen, sondern auch an die Feindseligkeit der Welt draußen, vor der man sich verschanzt. Von der erzählt Chryssos allerdings nichts. Seine Welt ist von namenlosen Archetypen bevölkert: der Mutter, dem Vater, dem Studenten, der ein niedriges, fensterloses Zimmer bei der Familie mietet – und von Klaus, dem angeblich achtjährigen Sohn, der später einmal

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