Drama | Deutschland 2015 | 109 Minuten

Regie: Thomas Stuber

Ein ehemaliger Boxer, der sich als Türsteher und Geldeintreiber durchs Leben bringt, erkrankt an einem unheilbaren Nervenleiden. Angesichts seines rapiden Verfalls verspürt der hartgesottene Egomane den Wunsch, sich mit seiner Tochter auszusöhnen und einen Kontakt zu seiner Enkelin zu finden. In beinahe dokumentarischer Manier zeichnet das mutige Drama den Niedergang eines einsamen Kolosses nach, der auf dem Weg in den Tod seine Emotionen nicht mehr verdrängen kann. Ein erschütternder Film mit einem überragenden Hauptdarsteller, der in seiner erzählerischen Konsequenz an R.W. Fassbinders „Berlin Alexanderplatz“ heranreicht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Thomas Stuber
Buch
Thomas Stuber · Clemens Meyer
Kamera
Peter Matjasko
Musik
Bert Wrede
Schnitt
Philipp Thomas
Darsteller
Peter Kurth (Herbert) · Lina Wendel (Marlene) · Lena Lauzemis (Sandra) · Edin Hasanovic (Eddy) · Reiner Schöne (Specht)
Länge
109 Minuten
Kinostart
17.03.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Senator/Wild Bunch (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Mutiges Drama vom Niedergang eines Ex-Boxers mit einem brillanten Peter Kurth

Diskussion
Bei Boxerdramen kann man immer wieder mit einem erbauenden Plot rechnen. Ob Mann oder Frau, die Helden dieses unverwüstlichen Genres beweisen Ausdauer und Körperbeherrschung. Und sie haben genug Wut im Bauch, um alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Nur im Privatleben klappt es nicht immer. Mitunter geht die Selbstdisziplinierung in dramaturgisch wertvolle Autodestruktion über. Regisseur Thomas Stuber, der schon mit seinem studentischen Drittjahresfilm „Teenage Angst“ (fd 39 116) ins Kino kam und mit dem Abschlussfilm „Von Hunden und Pferden“ den Studenten-„Oscar“ gewann, hat sich für das Drehbuch seines ersten Langfilms die Unterstützung des Schriftstellers Clemens Meyer geholt, dessen Kurzgeschichte am Anfang der Zusammenarbeit stand. Beide sind noch zu DDR-Zeiten in Leipzig geboren. Auch der Film lebt von der authentisch eingefangenen Ost-Tristesse. Und Peter Kurth in der Hauptrolle ist wi

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