Satire | Griechenland 2015 | 105 Minuten

Regie: Athina Rachel Tsangari

Sechs grundverschiedene Männer verbringen ihren Urlaub auf einer Luxusjacht in der Ägäis mit Fischen, Tauchen und Gesellschaftsspielen. Um der Langeweile ebenso wie wachsenden Spannungen zu entgehen, starten sie einen Wettbewerb, der den Besten unter ihnen küren soll, doch die Vergleiche nehmen bald absurde Dimensionen an. Eine Art Anti-Buddy-Movie, das sehr humorvoll, vor allem aber mit der Neugier eines Verhaltensforschers den Kampf der "Versuchsmännchen" auf engstem Raum seziert. Getragen von allegorischem Reichtum, lässt der Film viele Lesarten von der Selbstoptimierung bis zu feministischen oder politischen Einsichten zu. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CHEVALIER
Produktionsland
Griechenland
Produktionsjahr
2015
Regie
Athina Rachel Tsangari
Buch
Efthymis Filippou · Athina Rachel Tsangari
Kamera
Christos Karamanis
Schnitt
Matthew Johnson · Yorgos Mavropsaridis
Darsteller
Panos Koronis (Yorgos) · Vangelis Mourikis (Josef Nikolaou) · Makis Papadimitriou (Dimitris) · Yorgos Kendros (Doktor) · Yorgos Pirpassopoulos (Yannis)
Länge
105 Minuten
Kinostart
21.04.2016
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Satire
Diskussion
Ein treffender Widerspruch: „A buddy movie without the buddies“. Damit werben die Filmplakate von „Chevalier“. Athina Rachel Tsangaris lang erwarteter Nachfolger von „Attenberg“ (fd 41 055) ist in mehrfacher Hinsicht tatsächlich eine Art Anti-Kumpel-Film, der die Konventionen des Genres auf den Kopf stellt. Die Grundsituation ist schnell beschrieben: Eine Gruppe von sechs Männern macht Urlaub auf einer Luxusjacht. Tagsüber fischen und tauchen sie in der Ägäis, abends vertreiben sie sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen. Die Männer unterscheiden sich auf den ersten Blick deutlich voneinander. Das Spektrum reicht vom 30-jährigen pummeligen Muttersöhnchen Dimitris über den mittelalten Schönling Christos (gespielt vom zweifachen „Eurovision“-Sänger Sakis Rouvas) bis zum kurz vor seiner Pensionierung stehenden, von allen nur „Doktor“ genannten Jachtbesitzer. Im Buddy-Movie amerikanischer Prägung entsteht die Komik gerade aus solchen Unterschieden. Doch im Laufe der Geschichte wächst der Respekt der Männer voreinander, und am Ende steht eine unverbrüchliche Freundschaft. Tsangari, die das Drehbuch zusammen mit Efthimis Filippou geschrieben hat, beschreitet den umgekehrten Weg. Die Männergruppe entwickelt sich

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