Meine Zeit mit Cézanne

Biopic | Frankreich 2016 | 114 Minuten

Regie: Danièle Thompson

Émile Zola und Paul Cézanne kennen sich seit ihrer gemeinsamen Kindheit in Aix-en-Provence. Auch später pflegen sie ihre ambivalente Freundschaft durch alle Wirren der Pariser Bohème-Zeit hindurch, bis die Spannungen überhandnehmen und es zum Bruch kommt. Der impressionistische Kostümfilm zeichnet die vielschichtige Beziehung der Künstler mit Anspielungen auf die zeitgenössischen Debatten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, womit nicht nur persönliche und familiäre Konflikte wie etwa die Liebe zur selben Frau eine Rolle spielen, sondern ansatzweise auch die intellektuellen Diskurse an der Schwelle zur Moderne. Der ambitionierte Erzählfluss stützt sich auf die vorzügliche Kamera und zwei herausragende Hauptdarsteller. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CÉZANNE ET MOI
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Danièle Thompson
Buch
Danièle Thompson
Kamera
Jean-Marie Dreujou
Musik
Eric Neveux
Schnitt
Sylvie Landra
Darsteller
Guillaume Gallienne (Paul Cézanne) · Guillaume Canet (Émile Zola) · Alice Pol (Alexandrine Zola) · Déborah François (Hortense) · Sabine Azéma (Madame Cézanne)
Länge
114 Minuten
Kinostart
06.10.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic | Drama

Heimkino

Verleih DVD
Prokino (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Prokino (16:9, 2.35:1, dts-HDMA frz./dt.)
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Impressionistisches Kostümdrama über die spannungsvolle Freundschaft von Émile Zola und Paul Cézanne

Diskussion
Zwei Künstler, ungefähr gleich alt, sind seit frühester Jugend befreundet, obgleich sie unterschiedlichen sozialen Klassen entstammen. Der eine, aus ärmlichen Verhältnissen und mit italienischen Wurzeln, wird ein populärer Schriftsteller, ein Naturalist, spezialisiert auf provokante Gesellschaftsromane und immer bereit, in brisante gesellschaftliche Debatten einzugreifen: Émile Zola. Der andere, aus reichem Hause, ist ein selbstkritisches Genie, das zum Misanthropen wird, weil sein radikales Kunstverständnis von der Kunstkritik wie von der Öffentlichkeit Jahrzehnte nicht erkannt und entsprechend gewürdigt wird: Paul Cézanne. Beide pflegen diese Freundschaft durch alle Experimente, Wirren und Verwerfungen ihrer Pariser Bohème-Zeit hindurch, bis die Widersprüche und Spann

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