Fantasy | Mexiko/Frankreich 2016 | 83 Minuten

Regie: Emiliano Rocha Minter

Ein alter Mann, der dem Wahnsinn anheimgefallen scheint, errichtet in einem leerstehenden Haus mit Hilfe eines jungen Geschwisterpaars eine Höhle aus Pappmaché. In diesem Innenraum, halb Gebärmutter, halb Insektennest, finden erst sexuelle Ausschweifungen, später dann Blutbäder statt, die zunehmend brutaler werden. Die Inszenierung stützt sich visuell auf surreale Farbspiele und nutzt Kamerafahrten, um Bedrohlichkeit zu suggerieren. Inhaltlich lässt der Film völlig offen, ob er drastisches Endzeitspektakel, drogengeschwängerter „Torture Porn“ oder obszöne Fingerübung eines Regiedebütanten sein will. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
TENEMOS LA CARNE
Produktionsland
Mexiko/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Emiliano Rocha Minter
Buch
Emiliano Rocha Minter
Kamera
Yollótl Alvarado
Musik
Esteban Aldrete
Schnitt
Yibran Assaud · Emiliano Rocha Minter
Darsteller
Noé Hernández (Mariano) · María Evoli (Fauna) · Diego Gamaliel (Lucio) · María Cid (María) · Gabino Rodríguez (Mexikanischer Soldat)
Länge
83 Minuten
Kinostart
06.10.2016
Fsk
ab 18
Genre
Fantasy | Horror
Diskussion
Auf der Leinwand sieht man ein vermülltes Zimmer in einem Abbruchhaus, darin einen älteren Mann, der schwere Holzscheite herumschleppt. Immer wieder fährt die Kamera sehr langsam auf ihn zu. Von den Bildern geht eine Bedrohlichkeit aus, als wäre man in einer Anstalt oder in einem Gefängnis, in einem Horrorfilm allemal, und dort befindet man sich schließlich auch. Vor Beginn von „We are the Flesh“, der seine deutsche Premiere auf dem Fantasy Filmfest feierte, wurden warnende Worte ans Publikum gerichtet: Empfindsamere Gemüter müssten womöglich bald den Saal verlassen. So eine Einführung ist dubios

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