Literaturverfilmung | Deutschland 2017 | 76 Minuten

Regie: Martin Baltscheit

Ein Fuchs, ein Wildschwein und eine Eintagsfliege verbringen einen Tag am Wasser, den sie nach besten Kräften so gestalten, als wäre er der letzte in ihrem Leben. Nach Theaterstück, Hörspiel und Buch bereitet der Kinderbuchautor Martin Baltscheit seine Fabel über das Glück und den Sinn des Lebens nun auch fürs Kino auf. Die großen Fragen werden dabei von drei Schauspielern formuliert - die freilich nicht als Tiere verkleidet sind - und kindgerecht durch Rollenspiele in Handlungsszenen überführt. Dies geschieht mal spielerisch-optimistisch, mal poetisch, ohne dass der Ernst und die Tragik des existenziellen Moments ausgespart werden.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Martin Baltscheit
Buch
Martin Baltscheit
Kamera
Olaf Hirschberg
Schnitt
Stefan Oliveira-Pita
Darsteller
Lars Rudolph (Fuchs) · Aljoscha Stadelmann (Wildschwein) · Karoline Schuch (Eintagsfliege) · Anke Engelke (Zweite Eintagsfliege)
Länge
76 Minuten
Kinostart
29.06.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Literaturverfilmung | Märchenfilm
Diskussion
Gutgelaunt beginnt das Wildschwein seinen Tag, rhythmisch orchestriert mit swingenden Klängen im Stil von Stéphane Grappelli. Zu früher Stunde gräbt es im Wald Trüffeln aus. Gleich wird es sie zu duftenden Puffern verarbeiten, sie mit seinem reinlichen Mitbewohner, dem Fuchs, teilen. Aber die gelöste Stimmung verdüstert sich schnell. Denn heute ist zugleich der Schlüpftag der Eintagsfliegen. Als eine dieser Spezies dem Gewässer vor ihren Häuschen entsteigt, werden die beiden unweigerlich mit philosophischen Fragen konfrontiert. Wie soll man einem Todgeweihten begegnen? Und wie sollte man einen Tag am besten verbringen, wenn man weiß, dass es der letzte ist? Eine ausweglose Situation, vor der man schnell mit einer Notlüge kapituliert. So ist es jetzt der Fuchs und gar nicht mehr die Eintagsfliege, dessen letztes Stündchen schlagen wird. Das Insek

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