Als Paul über das Meer kam - Tagebuch einer Begegnung

Dokumentarfilm | Deutschland 2017 | 101 Minuten

Regie: Jakob Preuss

Von einem Lager in Spanien aus begleitet der Dokumentarfilmer Jakob Preuss einen Kameruner über zwei Jahre bei dessen Versuch, Asyl in Europa zu bekommen. Anhand wichtiger Stationen zeichnet sein Film den schwierigen Weg des Flüchtlings nach und stellt die nicht immer übereinstimmenden Haltungen von Regisseur und Porträtiertem einander gegenüber. Dabei wirft er zwangsläufig Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen auf und vermeidet durch ständige Reflexion und die sachliche Montage eine emotionale Ausschlachtung des Flüchtlingsschicksals. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Jakob Preuss
Buch
Jakob Preuss
Kamera
Juan Sarmiento G.
Musik
The Trouble Notes · Gary Marlowe
Schnitt
Franziska von Berlepsch · Karoline Vielemeyer
Länge
101 Minuten
Kinostart
31.08.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Am Anfang stehen zwei grundsätzliche Fragen, gefasst in Zitate: Sollte es ein Recht auf Migration geben? Ist es moralisch vertretbar oder sogar notwendig, die eigenen Landesgrenzen zu verteidigen, Migration zu begrenzen? Ebenfalls am Anfang stehen zwei Welten: Da ist auf der einen Seite der Zaun, auf dem Flüchtlinge sitzen, auf der anderen Seite der Golfplatz der spanischen Exklave Melilla – ein ebenso vielsagendes wie widersinniges Bild. Der Weg des Filmemachers Jakob Preuss (geb. 1975) führt zunächst in den Wald jenseits des Zauns, dorthin, wo die Camps sind, in denen Flüchtlinge monate-, manchmal jahrelang warten, um über die stacheldrahtbewehrte Hürde zu kommen oder mit Schleusern über das Meer: ins gelobte Europa. Dort trifft Preuss Paul aus Kamerun – eine schicksalshafte Begegnung. Aus einem Dokumentarfilm, der laut R

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