Leanders letzte Reise

Drama | Deutschland 2017 | 107 Minuten

Regie: Nick Baker-Monteys

Ein 92-jähriger Mann reist nach dem Tod seiner Ehefrau von Berlin aus in die Ukraine, wo er während des Zweiten Weltkriegs als Wehrmachtsoffizier kämpfte und zugleich die Liebe seines Lebens fand. Auf seiner Odyssee durch die ostukrainische Landschaft begleitet ihn widerwillig seine Enkelin, die weder etwas über die komplizierte Historie noch über den aktuellen Bürgerkrieg in der Donez-Region weiß. Schuld-und-Sühne-Drama, dem es durchaus gelingt, ein weitgehend differenziertes Bild des Ukraine-Konflikts zu zeichnen; die interessanten Widersprüche der ukrainischen Gegenwart geben allerdings nur den Hintergrund für ein Familiendrama ab, dessen Wurzeln in der deutschen Vergaenheit liegen.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Nick Baker-Monteys
Buch
Nick Baker-Monteys · Alexandra Umminger
Kamera
Eeva Fleig
Schnitt
Dagmar Lichius
Darsteller
Jürgen Prochnow (Eduard Leander) · Petra Schmidt-Schaller (Adele) · Suzanne von Borsody (Uli) · Tambet Tuisk (Lew) · Artjom Gilz (Boris)
Länge
107 Minuten
Kinostart
21.09.2017
Fsk
ab 6; f
Genre
Drama | Roadmovie
Diskussion
En passant, als Hintergrundmotiv für eine klassische Road-Movie-Konstellation, zeichnet „Leanders letzte Reise“ ein differenzierteres Bild des Konfliktes in der Ukraine als die meisten Nachrichtenbeiträge. Der US-amerikanische Filmemacher Nick Baker-Monteys arbeitete schon Jahre an einem Stoff, dessen Protagonisten es aus Deutschland in die Ukraine verschlägt, als im Jahr 2013 dort plötzlich die politischen Spannungen eskalierten. Also ließ der Regisseur die innerukrainischen Konfliktlinien in seinen zweiten Spielfilm miteinfließen, auch wenn dessen Hauptfiguren ein störrischer ehemaliger Wehrmachtsoffizier und eine junge Berliner Hedonistin sind. Dabei sind Baker-Monteys’ Sympathien für die prowestlichen politischen Kräfte d

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