Blade Runner 2049

Science-Fiction | USA/Großbritannien/Kanada 2017 | 164 Minuten

Regie: Denis Villeneuve

Melancholisch-düstere Fortsetzung des Science-Fiction-Klassikers „Blade Runner“ von Ridley Scott (1982): 30 Jahre nach dem damaligen Geschehen wird im Los Angeles des Jahres 2049 erneut ein Blade Runner auf die Jagd nach humanoiden, potenziell gewaltbereiten Replikanten geschickt - Ausgangspunkt für ein anspruchsvolles Science-Fiction-Märchen als Reflexion über die Wertigkeit allen Lebens, bei der vermeintliche Gewissheiten durch eine für unmöglich gehaltene Entdeckung ins Wanken geraten. Die fantastisch aufgefächerte Dystopie bricht sich in atemberaubenden Bildern sowie einem eindrücklichen Klang- und Set-Design Bahn und fragt, was das Menschsein ausmacht, wobei die vertrauten Motive und Figuren umcodiert und mit neuer Bedeutung aufgeladen werden. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BLADE RUNNER 2049
Produktionsland
USA/Großbritannien/Kanada
Produktionsjahr
2017
Regie
Denis Villeneuve
Buch
Hampton Fancher · Michael Green
Kamera
Roger Deakins
Musik
Jóhann Jóhannsson · Benjamin Wallfisch · Hans Zimmer
Schnitt
Joe Walker
Darsteller
Ryan Gosling (K) · Harrison Ford (Rick Deckard) · Ana de Armas (Joi) · Sylvia Hoeks (Luv) · Jared Leto (Niander Wallace)
Länge
164 Minuten
Kinostart
05.10.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Science-Fiction

Heimkino

Auch wenn schon die technischen Qualitäten der Filmpräsentation auf der Blu-ray nahezu perfekt sind, überragt die Bildqualität der 4K UHD die der BD noch geringfügig und ist absolut referenzwürdig. Die Extras sind nicht übermäßig, aber unterstützen die Vision des Regisseurs mit den bereits im Vorfeld des Kinostarts im Internet veröffentlichten Quasi-Prequels „2022: Black Out“ (16 Min.); ein Anime (Regie: Shinichiro Watanabe) über den großen „Blackout“, der im Film nur angerissen wird. „2036: Nexus Dawn” (7 Min., Regie: Ridley Scotts Sohn Luke), ein Kurzfilm über this den Tyrell Corporation-Industriellen Niander Wallace. „2048: Nowhere to Run” (6 Min., Regie: Luke Scott): Kurzfilm über die Flucht Sapper Mortons aus Los Angeles. Zudem in allen BD-Editionen enthalten ist die Featurette „Die Entstehung der Welt von Blade Runner“ (22 Min.). Leider fehlt die in der US-BD enthaltene Featurette „To Be Human: Casting Blade Runner 2049“ (17 Min.). Die 3D BD enthält den Film nur in einem minderwertigen Tonformat. Nur BD & 4K UHD (plus BD) sind mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Sony (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.) 3D: Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.) 4K: Sony (16:9, 2.35:1, dolby_ATMOS engl., dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Was war das für ein fantastisch-unheilvoller Beginn, als Ridley Scotts „Blade Runner“ (fd 23 689) aus dem Jahr 1982 auf dem Synthesizer-Soundteppich von Vangelis in die nächtliche Megalopolis von Los Angeles einschwebte. Feuer spuckende Kamine spiegelten sich mit dem Lichtermeer der Stadt auf der Iris eines Mannes, der die gigantischen Tyrell-Pyramiden ansteuerte. Mit der Detailaufnahme eines Auges beginnt auch „Blade Runner 2049“. Nur dass sich in dieser Iris nichts mehr spiegelt, und dass Denis Villeneuve seinen Blade Runner am helllichten Tage auftauchen lässt. Von der Sonne zeugen im Kalifornien des Jahres 2049 nur noch riesige Felder voller Sonnenkollektoren unter einem verhangenen Himmel. Auf der Erde reihen sich nahtlos unzählige Agrar-Boxen aneinander, in denen die synthetische Nahrung nach der großen Klimakatastrophe produziert wird. Nach den Aufständen der als Arbeitssklaven eingesetzten Replikanten hat der Konzern des Großindustriellen Wallace die pleite gegangene Tyrell Corporation übernommen. Davon erzählen die ersten Texttafeln zu Beginn des Films. Ein Blad

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