Drama | USA 2017 | 123 Minuten

Regie: Guillermo del Toro

Eine gehörlose Putzfrau freundet sich in den frühen 1960er-Jahren in einem US-Geheimlabor mit einem Amphibienwesen an, das dort gefangen gehalten wird. Mit Hilfe einer Kollegin und ihres Nachbarn will sie den Wassermann aus den Händen des Militärs befreien. Das an Jack Arnolds B-Monsterfilm „Der Schrecken des Amazonas“ (1954) angelehnte Drama glänzt durch poetische Erfindungskraft, eine raffinierte Dramaturgie und grandiose Darsteller. Mit Poesie und Liebe soll darin der Zynismus kalter Bürokraten überwunden werden. Ein märchenhaftes Filmjuwel, das durch sein historisches Setting und ein simples Gut-Böse-Schema aber kaum kritisches Potenzial entfaltet.

Filmdaten

Originaltitel
THE SHAPE OF WATER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Guillermo del Toro
Buch
Guillermo del Toro · Vanessa Taylor
Kamera
Dan Laustsen
Schnitt
Sidney Wolinsky
Darsteller
Sally Hawkins (Elisa Esposito) · Michael Shannon (Strickland) · Richard Jenkins (Giles) · Doug Jones (Amphibienmann) · Michael Stuhlbarg (Hoffstetler)
Länge
123 Minuten
Kinostart
15.02.2018
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama | Fantasyfilm
Diskussion

Elisa Esposito lebt in den 1960er-Jahren über einem Filmtheater, in dem aktuell ein biblischer Monumentalfilm läuft. Bei ihrem väterlichem Freund und Nachbarn Giles flimmern hingegen Musicals mit Shirley Temple oder Betty Grable über den Fernsehschirm. Die vielen Filmzitate in „Shape of Water“ von Guillermo del Toro, die sowohl aus dem Kino im Parterre wie dem ersten Stock des Mietshauses stammen, sind nicht einfach nur Ausstattungsdetails eines exquisit designten Fantasy-Action-Melodrams, sondern sie interagieren mit den Figuren, stauen oder beschleunigen den Handlungsfluss.

Der Film spielt in der US-Hafenstadt Baltimore mutmaßlich in der Zeit vor der Kubakrise. Der Kalte Krieg hat die Figuren im Griff, aber die prägenden Genres des damaligen Kinos, Science-Fiction und Monster-Movies, kommen in den Einsprengseln nicht vor. Das liegt vor allem daran, dass sich „Shape of Water“ selbst als eine Art Monsterfilm erweist. Alles dreht sich um einen Amphibien-Mann, eine verfeinerte Version von B-Picture-König Jack Arnolds schuppigem „Schrecken vom Amazonas“ (fd 3716), der wie King Kong eine wild-bösartige und eine zärtliche Seite besaß.

Bis Elisa auf die Kreatur trifft, lebt sie ein von Routine und Tagträumen bestimmtes Leben. Sie arbeitet nachts

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