Die kanadische Reise

Drama | Frankreich/Kanada 2016 | 98 Minuten

Regie: Philippe Lioret

Als ein 30-jähriger Franzose vom Tod seines ihm unbekannten Vaters, einem kanadischen Arzt, erfährt, reist er nach Montreal. Zwar fällt der Kontakt mit den anderen Söhnen des Toten enttäuschend aus, dafür findet er durch einen Freund des Arztes Überraschendes über seine Herkunft heraus, was sein unbefriedigendes Leben in neuem Licht erscheinen lässt. Betont einfach und ruhig erzähltes Drama über die Ambivalenz familiärer Konstrukte. Die konzentrierte Handlung überzeugt mit stimmigen Details und hochsensiblen Schauspielern, die präzise die komplexen Gefühle der Figuren zum Ausdruck bringen.

Filmdaten

Originaltitel
LE FILS DE JEAN
Produktionsland
Frankreich/Kanada
Produktionsjahr
2016
Regie
Philippe Lioret
Buch
Philippe Lioret · Natalie Carter
Kamera
Philippe Guilbert
Schnitt
Andrea Sedlácková
Darsteller
Pierre Deladonchamps (Mathieu) · Gabriel Arcand (Pierre) · Catherine De Léan (Bettina) · Marie-Thérèse Fortin (Angie) · Pierre-Yves Cardinal (Sam)
Länge
98 Minuten
Kinostart
14.12.2017
Fsk
ab 6; f
Genre
Drama
Diskussion
Fragend schaut der Junge nach oben, die großen Augen auf ein Ziel außerhalb des Gemäldes gerichtet. Nur sein Kopf und sein Oberkörper sind auf dem kleinformatigen Bild zu sehen, das problemlos in ein Postpaket hineinpasst; die Hintergründe sind abstrakt in graugrünen und braunen Tönen gehalten, von denen sich die Gestalt des Kindes abhebt. Der Junge ist namenlos, genauso anonym wie der Maler des Porträts, das auf dem Kunstmarkt dennoch einiges wert wäre. Dieses Gemälde scheint das passende Geschenk eines unbekannten Vaters an seinen Sohn zu sein, der erst mit Anfang 30 Details über die Umstände seiner Geburt erfährt. Seine verstorbene Mutter hatte Mathieu nur Unverbindliches über eine Liebesnacht mit einem Fremden erzählt, sodass er irgendwann nicht weiter nachfragte; erst ein Anruf aus Kanada erinnert den Franzosen an die unklaren Punkte in seinem Le

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren