Drama | Italien/Brasilien/Deutschland/Frankreich/USA/Schweden 2017 | 118 Minuten

Regie: Jonas Carpignano

Ein Teenager und seine Familie leben als Roma am Rand der Gesellschaft im südlichen Italien. Den Unterhalt sichern Diebstähle, Gaunereien und Handlangerjobs für die örtliche Mafia. Schule, Bildung und ehrliche Arbeit spielen keine Rolle. Als der ältere Bruder, das Vorbild des Jungen, verhaftet wird, ist der 14-Jährige der nächste in der Reihe, der für die Familie sorgen muss. Geschickt zwischen Wirklichkeit und Fiktion angelegtes Drama, das einen magnetisierenden Ritt durch die harsche Lebensrealität der Roma- und Flüchtlingsgemeinschaften an der Südspitze Europas bietet. Trotz der Wirklichkeitsnähe zielt die energetische Inszenierung nicht auf unmittelbare Gesellschaftskritik, sondern fördert in der Erzählung eine hyperrealistische Poesie zu Tage. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
A CIAMBRA
Produktionsland
Italien/Brasilien/Deutschland/Frankreich/USA/Schweden
Produktionsjahr
2017
Regie
Jonas Carpignano
Buch
Jonas Carpignano
Kamera
Tim Curtin
Musik
Dan Romer
Schnitt
Affonso Gonçalves
Darsteller
Pio Amato (Pio) · Koudous Seihon (Ayiva) · Damiano Amato (Cosimo) · Francesco Pio Amato (Keko O'Marrochinu) · Iolanda Amato (Iolanda)
Länge
118 Minuten
Kinostart
05.04.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Lebhaft, derb und chaotisch – das ist die Familie von Pio. Für den 14-jährigen Jungen startet der Morgen mit einem handfesten Streit mit dem großen Bruder, den Frühstücksvorbereitungen für Opa und dem Gewusel der übrigen Geschwister und anderen Verwandten. Essen muss besorgt, das stotternde Moped angeworfen und die Zigarette angesteckt werden. Der Aufbruch Pios in den neuen Tag, und für das Publikum hinein in den neuen Film des amerikanisch-italienischen Regisseurs Jonas Carpignano, gestaltet sich unübersichtlich und schwungvoll. Wer sind die vielen Menschen und Räume vor der Linse einer Handkamera, die vom hektischen Strudel der Ereignisse mitgerissen scheint? Doch kaum hat der Tag begonnen, ist er auch schon wieder vorbei, und Pio bestellt sich ein Bier an der Bar einer Diskothek. Wie in diesen ersten Anfangsminuten sind kurze, schnell hintereinander montierte Aufnahmen, häufige Schauplatzwec

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