Shoplifters - Familienbande

Drama | Japan 2018 | 122 Minuten

Regie: Hirokazu Kore-eda

Eine am Rande von Tokio wohnende Gruppe von Menschen hält sich mit kargen Einkünften und kleinen Diebstählen über Wasser. Trotz der Enge nehmen sie auch noch ein vernachlässigtes Mädchen bei sich auf, das neben der warmherzigen Gemeinschaft allerdings bald auch die kleinkriminellen Handlungen der Patchwork-Familie kennenlernt. Das mit meisterlicher Beiläufigkeit inszenierte, humorvolle Drama malt mit großer Einfühlsamkeit, aber ohne jeden Armutskitsch das Modell einer auf Zuneigung gründenden Familie aus, die gemeinsam den Härten des Daseins trotzt. Ohne zu moralisieren, sammelt der Film Impressionen eines gegenwärtigen Japan ein, in dem das Verhalten der Figuren kaum Alternativen zu haben scheint. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MANBIKI KAZOKU
Produktionsland
Japan
Produktionsjahr
2018
Regie
Hirokazu Kore-eda
Buch
Hirokazu Kore-eda
Kamera
Ryûto Kondô
Musik
Haruomi Hosono
Schnitt
Hirokazu Kore-eda
Darsteller
Lily Franky (Osamu Shibata) · Sakura Ando (Nobuyo Shibata) · Mayu Matsuoka (Aki Shibata) · Kirin Kiki (Hatsue Shibata) · Kairi Jyo (Shota Shibata)
Länge
122 Minuten
Kinostart
27.12.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion

Ein mit meisterlicher Beiläufigkeit inszeniertes, humorvolles Drama von Hirokazu Kore-eda. Mit großer Einfühlsamkeit erzählt er von einer bunt zusammengewürfelten armen Familie, die sich mit kargen Einkünften und kleinen Diebstählen über Wasser hält.

Als im letzten Drittel von „Shoplifters – Familienbande“, dem neuen Film von Hirokazu Kore-eda, einmal etwas richtig schiefgeht, wird etwas sichtbar – und, wie auch ausführlich gezeigt wird, für die Medien zum Skandal –, was vor der Öffentlichkeit unsichtbar bleiben wollte. Der Befund: Eine „Pseudo-Familie“ von kleinkriminellen Tagelöhnern, Pensionsbetrügern, Sexarbeiterinnen, vielleicht Mördern, hat ein kleines Kind entführt und Monate lang bei sich versteckt. Jetzt präsentieren sich die Eltern der kleinen Yuri immerhin sehr glücklich, dass sie ihr kleines Töchterchen zurückhaben. Niemand spricht mehr an, dass die Entführung Yuris erst mit Verspätung bekannt wurde, weil die jetzt so frohen Eltern ihre Tochter zwei Monate nicht wirklich vermissten.

Dieser Sachverhalt führt zurück zum Anfang des Films, der eine ganz andere Version der „Pseudo-Familie“ erzählt: Nach der Arbeit auf dem Bau trifft sich

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