Biopic | USA 2018 | 136 Minuten

Regie: Spike Lee

In den 1970er-Jahren gelingt es einem afroamerikanischen Polizisten in Colorado Springs, zusammen mit einem weißen Kollegen den örtlichen Ku Klux Klan zu infiltrieren und dessen gewalttätigen Rassismus auffliegen zu lassen. Das kraftvolle, satirisch-komödiantisch gefärbte Drama fußt auf der Autobiografie von Ron Stallworth und mischt unterschiedliche Genres und Inszenierungsweisen, die von Blaxploitation-Elementen über klassische Detektiv-Geschichten bis zur filmhistorischen Analyse der Repräsentation von Schwarzen in den USA reichen. Im Kern aber zielt der höchst unterhaltsame Film auf den aktuellen Rassismus und die „America first“-Ideologie. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BLACKKKLANSMAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Spike Lee
Buch
Charlie Wachtel · David Rabinowitz · Kevin Willmott · Spike Lee
Kamera
Chayse Irvin
Musik
Terence Blanchard
Schnitt
Barry Alexander Brown
Darsteller
John David Washington (Ron Stallworth) · Adam Driver (Flip Zimmerman) · Topher Grace (David Duke) · Corey Hawkins (Kwame Ture) · Laura Harrier (Patrice Dumas)
Länge
136 Minuten
Kinostart
23.08.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic | Komödie | Kriminalfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dolby_ATMOS engl./dt.)
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Diskussion
Die Zeit, in der weiße Männer in weißen Kutten und mit brennenden Fackeln durch die Nacht ritten, um Kreuze anzuzünden und Lynchmorde an der schwarzen Bevölkerung zu verüben, ist nicht nur Teil einer unrühmlichen Vergangenheit der USA; sie reicht bis in die Gegenwart, wie Spike Lee in seinem kraftvollsten Film seit „Do the Right Thing“ (fd 27 710) zeigt. „BlacKkKlansman“ spannt den Bogen der historischen Kontinuität des Rassismus auf, indem der Film die Autobiografie von Ron Stallworth adaptiert, einem schwarzen Polizisten aus Colorado Springs, der in den 1970er-Jahren zusammen mit seinem weißen Partner den Ku Klux Klan infiltrierte. Dieses mutige Engagement ist für den US-amerikanischen Regisseur Ausgangspunkt seines „Joints“, wie er seine Filme nennt, die nicht nur Geschichten erzählen, sondern Diskurse entfalten, durch Bilder über Bilder nachdenken und durchaus auch als dezidierte politische Interventionen zu verstehen sind. So treffen auch in „BlacKkKlansman“ sehr unterschiedliche Genres und Inszenierungsweisen aufeinander, die von Blaxploitation-Elementen über den klassischen Detektivfilm in Hollywood-Manier bis hin zu einer filmhistorischen Analyse der Repräsentation von Schwarzen in Amerika reichen. Ron Stallworth ist der erste

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