Abenteuerfilm | Deutschland 2018 | 125 Minuten

Regie: Michael Herbig

Im Jahr 1979 wollen zwei ostdeutsche Familien in einem selbstgenähten Heißluftballon von Thüringen nach Oberfranken flüchten. Der erste Versuch scheitert jedoch, sodass die Stasi gewarnt ist, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Packender Abenteuerfilm nach einer wahren Begebenheit, der seine Spannung aus der Parallelführung von Fluchtvorbereitungen und Fahndung bezieht. Die Gründe, die DDR verlassen zu müssen, werden dabei nicht thematisiert und die Charaktere jenseits ihrer Funktion bei der Flucht nur wenig vertieft, so wie der Film auch für das Land selbst kaum Bilder findet. Als aufregender Genrefilm bietet er gleichwohl gute Unterhaltung. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Michael Herbig
Buch
Kit Hopkins · Thilo Röscheisen
Kamera
Torsten Breuer
Musik
Ralf Wengenmayr
Schnitt
Alexander Dittner
Darsteller
Friedrich Mücke (Peter Strelzyk) · Karoline Schuch (Doris Strelzyk) · Alicia von Rittberg (Petra Wetzel) · David Kross (Günter Wetzel) · Thomas Kretschmann (Oberstleutnant Seidel)
Länge
125 Minuten
Kinostart
27.09.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Abenteuerfilm | Drama
Diskussion

Eine wahre Geschichte: 1979 flohen die Familien Strelzyk und Wetzel mit einem selbstgenähten Heißluftballon von Thüringen nach Oberfranken, von Ost- nach Westdeutschland. Ein Husarenstück, wenn man so will, und darum auch heute noch als „Die spektakulärste DDR-Flucht“ geadelt und mythisch überhöht. Natürlich ist dies auch ein Stoff fürs Kino, das erkannte Hollywood sofort: 1982 kam der Disney-Film „Night Crossing“ ins Kino, in Deutschland unter dem schönen Titel „Mit dem Wind nach Westen“ (fd 23 324). Nun also, fast vierzig Jahre nach den Ereignissen, endlich eine deutsche Verfilmung, ausgerechnet von Michael „Bully“ Herbig, sonst eher bekannt für Lustiges.

Herbig geht sofort in medias res. Es gibt keine Vorgeschichte, keine Hintergründe, keine Motivation – das Verständnis für die Not, die DDR verlas

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