Murer - Anatomie eines Prozesses

Drama | Österreich/Luxemburg 2018 | 137 Minuten

Regie: Christian Frosch

Im Frühjahr 1963 wurde Franz Murer, der als ehemaliger „Referent für jüdische Fragen“ im Ghetto in Vilnius für die Vernichtung der Bewohner verantwortlich war, trotz erdrückender Beweislast in einem Geschworenenprozess freigesprochen. In sich allmählich verdichtenden Fragmenten blättert der Film die Hintergründe des „Schlächters von Wilna“ auf, bleibt aber nicht bei der Rekonstruktion der Ungeheuerlichkeiten stehen, sondern seziert das skandalöse Gerichtsurteil als Resultat der Staatsräson, mit dem sich Österreich auf die Seite der historischen Opfer mogelte. Die Präzision, mit der der Film diese Strategie herausarbeitet, unterstreicht seine politische Bedeutung und zielt auf die unmittelbare Gegenwart. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MURER - ANATOMIE EINES PROZESSES
Produktionsland
Österreich/Luxemburg
Produktionsjahr
2018
Regie
Christian Frosch
Buch
Christian Frosch
Kamera
Frank Amann
Musik
Anselme Pau
Schnitt
Karin Hammer
Darsteller
Karl Fischer (Franz Murer) · Alexander E. Fennon (Verteidiger Böck) · Roland Jaeger (Staatsanwalt Schuhmann) · Melita Jurisic (Rosa Segev) · Ursula Ofner-Scribano (Elisabeth Murer)
Länge
137 Minuten
Kinostart
22.11.2018
Pädagogische Empfehlung
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Gerichtsfilm | Historienfilm

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Filmladen (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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