Dokumentarfilm | Schweiz/Deutschland 2018 | 101 Minuten

Regie: Barbara Miller

Fünf Frauen aus unterschiedlichen Weltkulturen berichten über ihren schmerzhaften Weg, um sich von leib- und frauenfeindlichen Vorstellungen zu befreien, wie sie in den Traditionen ihrer jeweiligen Religion begründet sind. In der Verteufelung weiblicher Sexualität, aber meist auch in der Doppelmoral, mit der die Männer dies zu ihrem Vorteil umdeuten, finden sich viele Gemeinsamkeiten zwischen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus. Der Mut der couragierten Protagonistinnen, aus diesen Strukturen auszubrechen, vermittelt ein starkes Aufbruchssignal und fordert zu einer intensiveren Gesellschafts- und Genderdebatte auf. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
#FEMALE PLEASURE
Produktionsland
Schweiz/Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Barbara Miller
Buch
Barbara Miller
Kamera
Anne Misselwitz · Gabriela Betschart · Jiro Akiba
Musik
Peter Scherer
Schnitt
Isabel Meier
Länge
101 Minuten
Kinostart
08.11.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Warner
Verleih Blu-ray
Warner
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Dokumentarfilm über die Wurzeln von Misogynie, Verteufelung weiblicher Sexualtät und Doppelmoral in den Traditionen der großen Weltreligionen.

Diskussion

In „#Female Pleasure“ forscht die Schweizer Dokumentaristin Barbara Miller den Wurzeln der (sexuellen) Unterdrückung von Frauen nach. Trotz seines heiklen und für fünf Protagonistinnen recht schmerzlichen Themas vermittelt der Film eine überwiegend positive Aufbruchsstimmung und fordert Frauen wie Männer zum Umdenken auf.

„#Female Pleasure“ beginnt mit einer assoziativen Montage krasser Gegensätze: Hochglanzfotos, auf denen halbnackte Frauen nicht selten neben gut angezogenen Männern für irgendetwas werben. Dazwischen gibt es soft Erotisches und Szenen vor religiösen Kultstätten. Auch hier sind die Männer wohlangezogen, die Frauen aber verstecken ihr Haar unter Schleiern und Perücken oder verhüllen ihre Körper in einer Ordenstracht, einer Abaja. Auf der Tonspur gibt es dazu ein Crescendo an Aussagen. Eine Inderin sagt: Frauen haben kein Recht auf ihren eigenen Körper oder ihre eigene Sexualität. Der Jüdin wurde schon als Kind beigebracht, dass alles Schlechte auf der Welt eine Strafe Go

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