Gegen den Strom (2018)

Drama | Island/Frankreich/Ukraine 2018 | 101 Minuten

Regie: Benedikt Erlingsson

Eine naturverbundene, eher unscheinbare Isländerin ist inkognito als knallharte Öko-Aktivistin unterwegs und sabotiert die expandierende Aluminiumindustrie durch gezielte Anschläge. Als ihr Antrag auf Adoption eines Kindes bewilligt wird, stellt sie ihre Guerilla-Aktionen in Frage. Die eigenwillige Tragikomödie porträtiert eine dickköpfige Protagonistin, die nicht länger tatenlos der Zerstörung des isländischen Hochlands zusehen will. Mit viel Witz und skurrilem Humor knüpft die Inszenierung an mythologische und filmhistorische Motive an und wandelt durch absurde Verfremdungen, einen gewagten Genre-Mix und die betörenden Bilder einer rauen Landschaft jenseits herkömmlicher Öko-Thriller-Routinen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
KONA FER Í STRÍÐ | WOMAN AT WAR
Produktionsland
Island/Frankreich/Ukraine
Produktionsjahr
2018
Regie
Benedikt Erlingsson
Buch
Benedikt Erlingsson · Ólafur Egilsson
Kamera
Bergsteinn Björgúlfsson
Musik
Davíð Þór Jónsson
Schnitt
David Alexander Corno
Darsteller
Halldóra Geirhardsdóttir (Halla / Ása) · Jóhann Sigurðarson (Sveinbjörn) · Juan Camillo Roman Estrada (Juan Camillo) · Jörundur Ragnarsson (Baldvin) · Vala Kristin Eiriksdottir (Stefania)
Länge
101 Minuten
Kinostart
13.12.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Thriller
Diskussion

Eigenwillige Tragikomödie um eine naturverbundene Isländerin, die inkognito als knallharte Öko-Aktivistin die Schwerindustrie sabotiert, bis ihr Antrag auf Adoption eines Kindes bewilligt wird.

Halla führt ein Doppelleben. Einerseits ist sie die freundliche, etwa 50-jährige Chorleiterin, ein Single ohne Kind. Eine unauffällige, aber herzenswarme Frau mit einer Zwillingsschwester, die Yoga unterrichtet. Wenn Halla durch Reykjavik radelt, mal hierhin, mal dorthin grüßend, scheint sie mit sich und der Welt im Reinen zu sein. Sie lebt in einem hellen Haus, auf ihren Fensterbänken blühen Topfpflanzen, an den Wänden hängen gerahmte Porträts von Mahatma Gandhi und Nelson Mandela. Helden von vielen.

Doch den friedlichen Protest, den reinen zivilen Ungehorsam, hat Halla hinter sich gelassen. Sie ist nämlich auch „Die Bergfrau“. Eine radikale Öko-Aktivistin, die im Alleingang zunächst auf Sachbeschädigung, dann auf gezielte Sabotage setzt und damit die nationale, stetig expandierende Aluminiumindustrie bek&aum

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