Drama | Deutschland 2017 | 83 Minuten

Regie: Florian Frerichs

Am Abend des 30. Januar 1933 trifft sich eine jüdische Großfamilie zum gemeinsamen Abendessen, bei dem sehr unterschiedliche Positionen angesichts der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zur Sprache kommen. Während die Älteren als deutsche Patrioten stolz auf das kulturelle Erbe sind, werfen die kommenden Kriege bereits nachdrückliche Schatten auf die Jüngeren. Das theaterhafte Kammerspiel kreist um ideologische Auseinandersetzungen und unterschiedliche Identitätskonstruktionen. Die holzschnittartige Zeichnung der Figuren und ihrer ideologischen Positionen spekuliert dabei nachdrücklich auf die Perspektive des nachgeborenen Publikums, das im Wissen um den Verlauf der Geschichte zu werten und zu gewichten weiß. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Florian Frerichs
Buch
Florian Frerichs · Stephan Warnatsch
Kamera
Konstantin Freyer
Musik
Ingo Frenzel
Schnitt
Christian R. Timmann
Darsteller
Bruno Eyron (Aaron Glickstein) · Sharon Brauner (Rebekka Glickstein) · Michael Degen (Jacob Glickstein) · Daphna Rosenthal (Ruth Glickstein) · Patrick Mölleken (Michael Glickstein)
Länge
83 Minuten
Kinostart
30.01.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Historienfilm
Diskussion

Am Abend des 30. Januar 1933 trifft sich eine jüdische Großfamilie zum gemeinsamen Abendessen, bei dem sehr unterschiedliche Positionen angesichts der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zur Sprache kommen.

Hinterher, sagt man, ist man immer schlauer. Andererseits, auch das wird gern gesagt, steigt man niemals in denselben Fluss. Exakt zwischen diesen beiden Gemeinplätzen ist „Das letzte Mahl“ von Florian Frerichs situiert: als Erinnerung, Rekapitulation und wohl auch als Warnung. Es ist der 30. Januar 1933. Am Abend kommt die jüdische Familie Glickstein in Berlin in großer Runde zum gemeinsamen Abendessen zusammen. Vormittags hatte das Familienoberhaupt Aaron Glickstein den Maler Max Liebermann aufgesucht, um ihm für das Porträt seines Vaters Jacob zu danken, der gerade einen runden Geburtstag gefeiert hat, und ihn zum Abendessen einzuladen. Liebermann war besorgt angesichts der politischen Großwetterlage, während sich Glickstein

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