Tatort - Murot und das Murmeltier

Krimi | Deutschland 2019 | 88 Minuten

Regie: Dietrich Brüggemann

Ein „Tatort“-Fall um den hessischen Hauptkommissar Felix Murot, der mit dem Motiv der Zeitschleife spielt: Murot wird eines Morgens an den Schauplatz eines Banküberfalls gerufen. Als er versucht, mit den Tätern zu verhandeln, die sich in der Bank verschanzt und Geiseln genommen haben, wird er erschossen – nur um sich erneut in seinem Bett wiederzufinden und den Tag mit Variationen noch einmal zu erleben. Zunächst entnervt, dann zunehmend gelassen geht er daran, die Wiederholungen der Ereignisse als Lernprozess zu nutzen, um einer Lösung der verfahrenen Situation näher zu kommen. Eine von Hauptdarsteller Ulrich Tukur vorzüglich gespielte, formal reizvoll inszenierte Krimi-Variation des Erzählmusters der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Dietrich Brüggemann
Buch
Dietrich Brüggemann
Kamera
Alexander Sass
Musik
Dietrich Brüggemann
Schnitt
Stefan Blau
Darsteller
Ulrich Tukur (Felix Murot) · Barbara Philipp (Magda Wächter) · Christian Ehrich (Stefan Gieseking) · Nadine Dubois (Nadja Eschenbach) · Tom Lass (Polizist Dreher)
Länge
88 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Krimi
Diskussion

Ein „Tatort“-Fall um den hessischen Hauptkommissar Felix Murot, der mit dem Motiv der Zeitschleife spielt.

Was ist „Tatort“ und wozu sehen wir ihn heute noch, könnte man in Abwandlung von Friedrich Schiller fragen. Ein Genre oder Subgenre? Eine lange Jahre laufende Erfolgsserie? Oder doch eher eine (manchmal unfreiwillige) gesellschaftliche Dokumentation? Ein echter Krimi mit Kapitalverbrechen, Suspense, Whodunit? Oder ehrlicherweise oftmals eine rechte Jökelei und Nabelschau mittelalter Herren (Münster!) und ein lustiges postmodernes Umeinanderwerfen von Zitaten und Anspielungen, alles auf der sogenannten Metaebene, versteht sich ...? Wenn man „Dekadenz“ als den Verlust der Selbstverständlichkeit definiert, als das Fragwürdigwerden der eigenen Existenzgrundlagen, so ist das urdeutsche Serienphänomen „Tatort“ allerdings bereits in seine (über-)reife Spätphase eingetreten. Götterdämmerung der Öffentlich-Rechtlichen also? Nun, soweit muss man nicht gleich gehen. Bekanntlich bringt ja auch der Herbst noch so manche schöne Blüte hervor, und um eine solche handelt es sich jedenfalls bei der neuesten Produktion des hr mit dem exzentrischen Kommissar Felix Murot (

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