Abenteuer | USA 2019 | 129 Minuten

Regie: Guy Ritchie

Der aufgeweckte Straßendieb Aladdin soll für den machthungrigen Großwesir des Sultans eine verzauberte Lampe aus einer Wunderhöhle holen, die ihm dann jedoch selbst von Nutzen ist. Er lässt sich von dem trickreichen Lampengeist in einen Prinzen verwandeln und wirbt um die Prinzessin, muss jedoch lernen, dass Wünsche und Verkleidungen allein ihn nicht ans Ziel bringen. Temporeiches Realfilm-Remake des Disney-Zeichentrickmusicals aus dem Jahr 1992 mit vielen Schauwerten und einer hervorragenden Interpretation des Geistes. Abgesehen davon bietet der Film eine einfallsarme Zweitauflage mit wenig überzeugenden Erweiterungen, einigem Leerlauf und teilweise schwach profilierten Figuren. - Ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
ALADDIN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Guy Ritchie
Buch
John August · Guy Ritchie
Kamera
Alan Stewart
Musik
Alan Menken
Schnitt
James Herbert
Darsteller
Will Smith (Dschinni) · Mena Massoud (Aladdin) · Naomi Scott (Jasmin) · Marwan Kenzari (Dschafar) · Navid Negahban (Der Sultan)
Länge
129 Minuten
Kinostart
23.05.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 8.
Genre
Abenteuer | Action | Familienfilm | Fantasy | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Walt Disney
Verleih Blu-ray
Walt Disney
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Diskussion

Temporeiches Realfilm-Remake des Disney-Zeichentrickmusicals aus dem Jahr 1992, das eng am Original bleibt und kaum interessante Neuansätze bietet. Ausreißer nach oben sind die prächtigen Schauwerte und ein hervorragender Will Smith als Lampengeist Dschinni.

„Don’t you dare close your eyes“, weist Prinz Ali seine Begleiterin Prinzessin Jasmin freundlich und melodisch, aber durchaus bestimmt an, als sie auf seinem fliegenden Teppich einen nächtlichen Ausflug unternehmen. Wunder soll auf Wunder folgen, ein atemberaubender Anblick auf den anderen, dazu die strahlende Schönheit der Sternennacht über ihnen, während ihr bis dahin befangener Umgang miteinander einem liebevollen Verständnis weicht – auch wenn Jasmin erst zu ahnen beginnt, dass sich hinter der Maske des Prinzen der ihr wesentlich liebere Straßendieb Aladdin verbirgt. Die zweistimmige Ballade „A Whole New World“ war 1992 der emotionale Höhe- und Wendepunkt der Disney-Zeichentrick-Adaption des Aladdin-Märchens aus Tausendundeinernacht und ist es auch im Realfilm-Remake des Studios geblieben. Zugleich ist das Lied in der neuen Version mehr denn je eine kaum verhüllte Beschwörung des disneyeigenen Anspruchs, die Zuschauer zum unbedingten Hinschauen zu verführen mit der Verheißung, sie mit etwas nie Gesehenem in Staunen zu versetzen: „Hold your breath, it gets better!“

Eine ganz neue Welt ist es freilich nicht, die das kreative Team von Regisseur

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