Dokumentarfilm | Großbritannien 2019 | 130 Minuten

Regie: Asif Kapadia

Doku über Aufstieg und Fall des argentinischen Profi-Fußballers Diego Maradona, der in seiner Glanzzeit beim SSC Neapel ab 1984 beinahe kultisch verehrt wurde. Sein Elfmeter-Tor gegen die italienische Nationalmannschaft während der WM 1990 in Neapel läutet dann aber seinen Niedergang ein, durch den seine Beziehung zur Mafia, Drogenkonsum, Affären und ein unehelicher Sohn ans Licht kamen. Der fulminant mit entlegenem Archivmaterial und Off-Kommentaren montierte Dokumentarfilm verbindet die Bilder von Maradonas Karriere zu einem emotional packenden, wenngleich auch holzschnittartig zugespitzten Drama, das die Zeit vor und nach seinem Neapel-Engagement außen vor lässt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DIEGO MARADONA | MARADONA
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2019
Regie
Asif Kapadia
Buch
Asif Kapadia
Musik
Antonio Pinto
Schnitt
Chris King
Länge
130 Minuten
Kinostart
05.09.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm | Sportfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Fulminante Doku über Aufstieg und Fall des argentinischen Profi-Fußballers Diego Maradona, der in seiner Glanzzeit beim SSC Neapel ab 1984 beinahe kultisch verehrt wurde.

Diskussion

Der Filmemacher Asif Kapadia liebt die Arbeit am Mythos. Nach seinen spektakulären, vielfach ausgezeichneten und kontrovers diskutierten dokumentarischen Porträts von Ayrton Senna („Senna“) und Amy Winehouse („Amy“) wendet er sich diesmal einem noch lebenden Objekt zu: „Diego Maradona“ erzählt die Geschichte des genialen argentinischen Profi-Fußballers Diego Maradona, der schon lange nicht mehr in den Sportseiten auftaucht, sondern eher ein Protagonist der bunten Seiten einschlägiger Gazetten geworden ist.

Die Handschrift des Dokumentaristen Kapadia ist eigentümlich: Er verfügt souverän über Unmengen teils entlegenen Archivmaterials, das dynamisch zu einer Erzählung montiert und mit Off-Kommentaren des Protagonisten und diverser Zeitzeugen unterlegt ist. Auf konventionelle „Talking Heads“ verzichtet er ganz. Was bei aller formalen Brillanz aber kritisch zu hinterfragen wäre, ist die Neigung des Filmemachers zu holzschnittartig verdichteten Erzählungen, die die Materialfülle allererst ordnen.

Im Falle von „Senn

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