Drama | Frankreich 2019 | 88 Minuten

Regie: Julien Abraham

Ein französischer Fotograf asiatischer Abstammung sieht sich genötigt, nach zehn Jahren wieder Kontakt zu seinem Vater im Pariser „China Town“-Viertel aufzunehmen, als seine Freundin schwanger wird. Doch die Aussöhnung fällt schwer, weil zwischen den beiden unterschiedliche Emigrationserfahrungen überwunden werden müssen. Pointiert arbeitet der Film die Konflikte zwischen Emanzipation und den verdrängten Traumata der Vertreibung heraus. Dabei werden Stereotype lustvoll umgedreht und in den Nebenrollen ein differenziertes Bild der Migration gezeichnet. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MADE IN CHINA
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2019
Regie
Julien Abraham
Buch
Julien Abraham · Frédéric Chau · Kamel Guemra
Kamera
Julien Meurice
Musik
Quentin Sirjacq
Schnitt
Frédéric Chau (François)
Darsteller
Xing Xing Cheng (Grand Ma Bin) · Clémentine Célarié (Annie) · Julie De Bona (Sophie) · Mylène Jampanoï (Lisa) · Heling Li (Tante Fa)
Länge
88 Minuten
Kinostart
18.07.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Komödie
Diskussion

Tragikomödie um einen französischen Fotografen, der sich genötigt fühlt, den abgebrochenen Kontakt zu seiner Familie wiederherzustellen, als er selbst Vater wird.

Kaum ein Genre erfreut sich so großer Beliebtheit wie die sogenannte „Culture-Clash-Komödie“, in deren Zentrum meist interkulturelle Liebesbeziehungen stehen, die ihr familiäres Umfeld durch den Bruch der Tradition herausfordern. Was dabei oft überspitzt und klischeehaft für Komik sorgt, ist eigentlich eine ernste Angelegenheit: unsere Hassliebe zu Stereotypen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Konsequenzen wie Diskriminierung und Ausgrenzung, aber auch Exotisierung des kulturell Anderen.

Der Schauspieler Frédéric Chau hat in der überaus erfolgreichen Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ bereits eine der Hauptrollen als chinesischer Schwiegersohn gespielt. Er arbeitete aber auch schon länger an einem Drehbuch,

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