Fantasy | USA 2019 | Minuten

Regie: Jon Amiel

Eine Serie, die Fantasy mit viktorianischem Krimi mischt: In der Carnival Row haben magische Geschöpfe wie Feen und Satyre Zuflucht gefunden, die im Zuge eines Krieges aus ihren Heimatländern vertrieben wurden. Doch die Koexistenz zu den Menschen, in deren Metropole sie nun leben, ist nicht ohne Konflikte; der Fremdenhass gegen die Einwanderer wächst, das Leben der mythischen Wesen ist streng reglementiert. Eine Fee, die gerade den Kriegsgräueln entkommen und in die Stadt emigriert ist, begegnet dort einem Mann wieder, mit dem sie einst eine Liebesbeziehung hatte und der nun als Detective der Polizei arbeitet. Im Zuge grausiger Morde, die der Ermittler aufzuklären versucht, und der wachsenden Spannungen in der Stadt geraten beide in große Gefahr. Die Serie liefert eine Art Steampunk-Version der gegenwärtigen Flüchtlingskrise und des Erstarkens nationalchauvinistischer Ressentiments, wobei sie nicht gerade subtil vorgeht, aber prall und stilistisch versiert genug erzählt, um nicht zur lehrbuchhaften Parabel zu erstarren. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CARNIVAL ROW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Jon Amiel · Anna Foerster · Andy Goddard · Paul McGuigan
Buch
Travis Beacham · René Echevarria · Peter Cameron · Kristin Robinson · Stephanie K. Smith
Kamera
Tony Miller · Chris Seager · Theo van de Sande
Musik
Nathan Barr
Schnitt
Michael Ruscio · Paul Trejo · Emily Greene · Patrick McMahon
Darsteller
Orlando Bloom (Rycroft Philostrate) · Cara Delevingne (Vignette Stonemoss) · Jared Harris (Absalom Breakspear) · Waj Ali (Constable Berwick) · Leanne Best (Madame Moira)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Fantasy | Serie

Eine Fantasy-Serie mit Cara Delevingne und Orlando Bloom, die festgemacht an einer Mordgeschichte in einer pseudo-viktorianischen Welt eine Art Steampunk-Kommentar zur Flüchtlingskrise und dem Erstarken nationalchauvinistischer Ressentiments liefert.

Diskussion

„Die Wunder von Tirnanoc“ verheißt eine Ausstellung im Museum der Metropole The Burgue. Als die „Fae“ Vignette Stonemoss (Cara Delevingne) kurz vor der Eröffnung der Hallen, in denen die Kulturschätze ihrer von einem brutalen Krieg verheerten Heimat ausgestellt werden, von einer Gruppe neugieriger Besucherinnen überrascht wird, rastet sie förmlich aus. Bislang hatte die Fae, ein elfenhaftes Geschöpf mit libellenartigen Flügeln, sich stets umsichtig genug verhalten, um den Behörden aus dem Weg zu gehen, die ein strenges Auge auf die emigrierten Feen haben. Doch die Überreste ihrer Welt der Schaulust der Menschen ausgesetzt zu sehen, die Vignette und ihresgleichen sonst wie Abschaum behandeln, bringt das Fass zum Überlaufen.

Dass man sich da an die derzeit so präsenten Debatten über den Umgang mit „Raubkunst“ aus ehemaligen Kolonien erinnert fühlt, kommt nicht von ungefähr: Die Serie aus der Feder von Travis Beacham und René Echevarria hat sich der „Social Fantasy“ verschrieben, jener Spielart des Genres, die magische oder futuristische Elemente nutzt, um in zugespitzter Form über aktue

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