Das Kapital im 21. Jahrhundert

Dokumentarfilm | Frankreich/Neuseeland 2019 | 103 Minuten

Regie: Justin Pemberton

Eindimensionale Bebilderung des gleichnamigen politökonomischen Bestsellers über die Entwicklung des Kapitalismus vom Feudalismus bis in die heutige Zeit und die Konsequenzen der wachsenden Ungleichheit seit Entstehung des Neoliberalismus. Der Film setzt auf eine atemlose Montage mit gut gelaunten Interviewpartnern, allerlei wahllos zusammengeschustert wirkenden (Spiel-)Filmausschnitten und einen mitreißenden Soundtrack. Damit macht er die Überwältigung des Publikums zum obersten Ziel und lässt keinen Raum für diskussionswillige Aufklärung und Reflexion. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
CAPITAL IN THE 21ST CENTURY
Produktionsland
Frankreich/Neuseeland
Produktionsjahr
2019
Regie
Justin Pemberton
Buch
Matthew Metcalfe · Justin Pemberton · Thomas Piketty
Kamera
Jacob Bryant · Darryl Ward
Musik
Jean-Benoît Dunckel
Schnitt
Sandie Bompar
Länge
103 Minuten
Kinostart
17.10.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Eine Bebilderung des gleichnamigen politökonomischen Bestsellers von Thomas Piketty über die Entwicklung des Kapitalismus vom Feudalismus bis in die heutige Zeit.

Diskussion

Wenn ganz am Schluss von „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ der Demokratie und der Partizipation das Wort geredet wird, um endlich im 21. Jahrhundert anzukommen, dann klingt das nicht nur politisch naiv angesichts des Materials, das der Film zuvor angehäuft hat, sondern zudem geradezu wie Hohn angesichts des filmischen Verfahrens, das den Film selbst charakterisiert. Der Film von Justin Pemberton ist kein dokumentarischer Essay, sondern vielmehr eine multimediale Bebilderung der Thesen des gleichnamigen politökonomischen Bestsellers von Thomas Piketty, der in einem Parforce-Ritt durch die Geschichte darauf hinweist, dass die Erfahrungen von Ungleichheit, Vermögens- und Machtkonzentration und mangelnder sozialer Mobilität dazu taugen, sich schließlich gewaltförmig zu entladen.

Vom Feudalismus bis heute

Die Verfilmung beginnt im Feudalismus vor der Französischen Revolution, verfolgt seinen roten Faden durch die Industrielle Revolution und endet zunächst mit dem Ersten Weltkrieg. Die weiteren Stationen sind dann die 1920er-Jahre, der Aufstieg des Nationalsozialism

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