Drama | Deutschland 2019 | 88 Minuten

Regie: Erec Brehmer

Ein junges Paar in der Krise unternimmt einen Kurzurlaub auf eine kanarische Insel, erlebt aber, dass es seine Probleme nicht ausklammern kann. Durch Rollenspiele versuchen die Partner, ihrer Beziehung neue Impulse zu verleihen, finden sich aber stets am Ausgangspunkt wieder. Eine mitunter etwas überkomplizierte, aber durchaus mit unterhaltsam-komischen Momenten aufwartende Meditation über die „Sprache(n) der Liebe“. In den Variationen des glänzend gespielten Liebesdiskurses gerät der Film dort am spannendsten, wo er das Scheitern der rollenspielerischen Realitätsflucht aufzeigt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Erec Brehmer
Buch
Erec Brehmer · Britta Schwem
Kamera
Julian Krubasik
Musik
David Reichelt
Schnitt
Clifford Palmer
Darsteller
Marleen Lohse (Sanne / Alba) · Daniel Sträßer (Markus / Pablo) · Angelika Bender (Magda) · Albert Meisl (Niklas) · Michael Tregor (Rüdiger)
Länge
88 Minuten
Kinostart
04.06.2020
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie | Liebesfilm

Tragikomödie über ein Paar, das während eines Urlaubs auf der kanarischen Insel La Palma mit Rollenspielen der kriselnden Beziehung neue Impulse verleihen will.

Diskussion

Als kleinen Vorgeschmack, womit hier zu rechnen ist, eröffnet das Spielfilmdebüt von Erec Brehmer mit einer kurzen Szene, die die Fallhöhe trefflich umreißt. Darin geht es um eine Begegnung zweier nicht mehr ganz junger Menschen in einem Restaurant mit großartigem Panoramaausblick. Der Mann, nennen wir ihn „Señor Pablo“, spendiert der Frau, nennen wir sie „Alba“, einen Drink und gibt sich in einer Art von Pidgin-Deutsch-Spanisch als Inhaber des Restaurants zu erkennen. Als Gründer eines bedeutenden „Bananen-Imperiums“ musste er schließlich in irgendwas investieren.

Alba staunt und äußert bewundernd, dass es zur Konstitution eines solchen Imperiums gewiss einer erstaunlichen Zielstrebigkeit bedarf. Alba beginnt zu flirten. Pablo sei so ganz anders als andere Männer. Der nickt und will mehr wissen. „Anders?“ Ja, so Alba, ihr Ex-Freund habe rein gar nichts geschaffen. Er habe keinen Ehrgeiz entwickelt, habe immer schlechte Witze gemacht und sei kein Mann, sondern ein Kind gewesen. Keine „cojones“!

Aber auch Señor Pablo kann mit einer Katastrophe als Ex-Freundin aufwarten. Die habe nur für ihre Arbeit gelebt, wie ein Roboter, vom Ehrgeiz zerfressen, kein Humor. Sie sei zwar sexy gewesen, aber

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