Zwingli - Der Reformator

Biopic | Deutschland/Schweiz 2019 | 128 Minuten

Regie: Stefan Haupt

Im Jahr 1519 wird der schweizerische Pfarrer Huldrych Zwingli Leutpriester im Grossmünster in Zürich. Unterstützt vom Rat der Stadt verfolgen Zwingli und seine Vertrauten das Ziel, die Ideen der Reformation durchzusetzen, stoßen aber auf Widerstand der etablierten Kirchenoberen, der bis zum Religionskrieg führt. Aufwändiges Historiendrama über die Geburtsstunde der Reformierten Kirche, das vor allem auf lebhafte Dialogstreite setzt, um die Meilensteine der Schweizer Reformation bis zu Zwinglis Tod 1531 zu vermitteln. Die Interpretation des Reformators schürft zwar nicht allzu tief, spart aber Widersprüche in seiner Person nicht aus und gewinnt Profil durch die sorgfältige Darstellung und die fast gleichberechtigte Perspektive seiner Anhängerin und (ab 1524) Frau Anna. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ZWINGLI - DER REFORMATOR
Produktionsland
Deutschland/Schweiz
Produktionsjahr
2019
Regie
Stefan Haupt
Buch
Simone Schmid · Stefan Haupt
Kamera
Michael Hammon
Musik
Lionel Vincent Baldenweg · Diego Baldenweg · Nora Baldenweg
Schnitt
Kaya Inan
Darsteller
Max Simonischek (Huldrych Zwingli) · Sarah Sophia Meyer (Anna Reinhart) · Anatole Taubman (Leo Jud) · Stefan Kurt (Bürgermeister Röist) · Charlotte Schwab (Maria)
Länge
128 Minuten
Kinostart
31.10.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Drama | Historienfilm

Aufwändiges Historiendrama über den Schweizer Reformator Huldrych Zwingli und die Geburtsstunde der Reformierten Kirche zwischen 1519 und 1531 in Zürich.

Diskussion

„In diesem Buch spricht Gott zu uns. Aber wer versteht, was er sagt?“ Der neue Leutpriester hält sich nicht mit langen Vorreden auf. Schon in der ersten Predigt im Zürcher Grossmünster geht er als Erneuerer in die Offensive: Schluss mit der lateinischen Sprache in der Messe, stattdessen will er die Bibel künftig in deutscher Sprache vorlesen und für die Besucher des Gottesdienstes deuten. Abseits der Kanzel wird Huldrych Zwingli dann noch deutlicher: In Zürich, wo er neben anderen Anhängern reformatorischer Ideen auch den Bürgermeister zu seinen Verbündeten zählt, will er mit dem aufräumen, was ihm als Aberglaube innerhalb der kirchlichen Lehre, als Machtgier und Korruption erscheint. Die Angst vor dem Fegefeuer, Ablasshandel und Seelenmessen, Beichten und Fastenzeit, all das, wovon kein Wort in der Bibel steht, worauf die Kirche im Jahre 1519 aber nicht nur in Zürich Wohlstand und Macht gründet, soll verschwinden.

Dafür ist Zwingli angetreten, die christliche Botschaft auch dem Großteil des Volkes verständlich zu machen und sie vor allem auch umzusetzen – wie notwendig diese karitative Arbeit ist, lässt sich schon mit einem kurzen Blick auf die zahlreichen Bettler auf Zürichs Straßen erkennen.

Ein Film zum 500-Jahre-Jubiläum der Reformierten Kirche

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