Drama | USA 2019 | 120 Minuten

Regie: Scott Z. Burns

Von 2009 bis 2014 leitete Daniel J. Jones eine Untersuchung des US-Senats über die illegalen Folterpraktiken der CIA. Sein Bericht enthüllte, dass keine einzige unter Folter erpresste Aussage der CIA nennenswerte Erkenntnisse beschert hat. Der hochspannende Film verdichtet dies zu einem komplexen Drama, das die menschenverachtenden Verhörtechniken analysiert, die Rechtfertigungsstrategien der US-Regierung als Lügen entlarvt und vor allem die desaströsen Folgen von Folter für ein demokratisches Gemeinwesen zum Thema macht. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE REPORT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Scott Z. Burns
Buch
Scott Z. Burns
Kamera
Eigil Bryld
Musik
David Wingo
Schnitt
Greg O'Bryant
Darsteller
Adam Driver (Daniel J. Jones) · Corey Stoll (Cyrus Clifford) · Evander Duck Jr. (Off Site Security Guard) · Jon Hamm (Denis McDonough) · Linda Powell (Marcy Morris)
Länge
120 Minuten
Kinostart
07.11.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Thriller

Hochspannendes Doku-Drama um die Aufdeckung der illegalen Folterpraktiken des US-Geheimdienstes im Zuge der Anti-Terror-Politik nach den Anschlägen auf das World Trade Center, die ohne den Mut und die große Beharrlichkeit des ermittelnden US-Beamten Daniel J. Jones kaum möglich gewesen wäre.

Diskussion

Glaswände umfassen einen Raum, in dem ein Mann verhört und in die Enge getrieben wird. Es scheint für ihn keinerlei Rückzugsmöglichkeiten zu geben, auch wenn er seine Unschuld beteuert. Seit fünf Jahren ist er in etwas verstrickt, das ihm jede weitere Beziehung zur Welt unmöglich macht. Doch der junge Daniel J. Jones (Adam Driver) ist kein Häftling oder Krimineller, sondern ein Mitarbeiter des US-Senats, der für den Geheimdienstausschuss eine Untersuchung leitet. Er soll die Folterpraktiken der CIA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in einem Bericht aufarbeiten. Sein Beharren auf der Wahrheit der Fakten, mit denen er konfrontiert war, könnte ihn jedoch selbst für über 20 Jahre ins Gefängnis bringen.

In den ersten Szenen des hochspannenden Doku-Dramas „The Report“ von Scott Z. Burns wird nicht nur deutlich, wie viel politisch auf dem Spiel steht, sondern auch, was die Folgen von Folter für eine Gesellschaft sind: Sie zerstört die Möglichkeit einer verbindlichen Wirklichkeit und verdreht die Beziehung zwischen Täter und Opfer.

Die Verbindlichkeit von Fakten

Im Zuge der präventiven Anti-Terror-Politik der US-Regierung unter George W. Bush wurden in geheimen Gefängnissen und in dem Lager Guantanamo Menschen gefoltert, die unter dem Verdacht standen, Anschläge gegen die USA geplant oder davon gewusst zu haben. Der Einsatz sogenannter „Enhanced Interrogation Techniques“ sollte rückwirkend durch die vermeintlichen Erfolge bei der Informationsgewinnung im Krieg gegen den Terror legitimiert werden. Doch seit dem Jones-Bericht, der im Jahr 2014 in gekürzter und großteils geschwärzter Fassung an die Öffentlichkeit gelangte, weiß man, dass

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