Drama | Frankreich 2019 | 110 Minuten

Regie: Cédric Klapisch

Inmitten von Paris leben ein etwa dreißigjähriger Mann und eine gleichaltrige Frau in unmittelbarer Nähe zueinander, ohne vom anderen zu wissen. Als beide auf neuen Wegen ihre Einsamkeit überwinden wollen, erhöht sich ihre Chance einer Begegnung, doch sie verpassen sich immer wieder um Haaresbreite. Die Tragikomödie kreist um das Thema urbaner Einsamkeit und wechselt dabei geschickt zwischen den Geschichten der beiden Hauptfiguren. In der Vielzahl an Episoden und Selbstzitaten überfrachtet Regisseur Cédric Klapisch mitunter die Handlung, führt diese durch eine einfühlsame Inszenierung aber immer wieder in die Spur zurück. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DEUX MOI
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2019
Regie
Cédric Klapisch
Buch
Santiago Amigorena · Cédric Klapisch
Kamera
Élodie Tahtane
Musik
Loïc Dury · Christophe Minck
Schnitt
Valentin Feron
Darsteller
François Civil (Rémy Pelletier) · Ana Girardot (Mélanie Brunet) · Camille Cottin (Mélanies Psychotherapeutin) · François Berléand (J.B. Meyer, Rémys Psychotherapeut) · Simon Abkarian (Mansour, der Lebensmittelhändler)
Länge
110 Minuten
Kinostart
19.12.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie | Liebesfilm

Amüsante Tragikomödie um zwei einsame Großstädter aus Paris, die in unmittelbarer Nähe zueinander wohnen, sich aber um Haaresbreite immer wieder verpassen.

Diskussion

Noch immer laufen in Paris kleine Katzen davon. Das weiße Kätzchen hat nur kurz die Wohnung mit dem jungen Rémy geteilt, doch eines Nachts ist es durch einen Fensterspalt hinausgeschlüpft und hat sich in den Häuserschluchten verirrt. Ganz ähnlich also, wie es 1996 in Cédric Klapischs ...und jeder sucht sein Kätzchen schon der Maskenbildnerin Chloé mit ihrer tiefschwarzen Katze Gris-Gris widerfuhr.

In dem frühen Werk des französischen Regisseurs war die Suche nach dem tierischen Gefährten ein Anlass, um Chloés Viertel und dessen Bewohner zu entdecken; 23 Jahre später ist das Schicksal von Rémys Katze in Klapischs neuem Film „Einsam zweisam“ rasch geklärt: Die im Nachbarhaus lebende Mélanie entdeckt das verängstigte Tier zwischen Mülltonnen und nimmt es mit zu sich; nach dem wahren Besitzer forscht sie ebenso wenig, wie Rémy sich bei der Suche je so ins Zeug legen würde wie einst Chloé.

Im fortgeschrittenen Stadium urbaner Einsamkeit bringt keiner von beiden mehr viel mitmenschliche Energie auf; und nur dem Lebensmittelhändler, bei dem einige Wochen nach Rémy nun Mélanie nach Katzenfutter fragt, fällt auf, dass sich offenbar alle Welt Katzen anschafft.

Zum dritten Mal Paris

„Einsam zweisam“ ist eine Fort- und Zusammenführung von Klapischs bisherigen Paris-Filmen, die nach der Konzentration

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