Drama | Großbritannien/USA 2019 | 111 Minuten

Regie: Tom Hooper

In einer Vollmondnacht versammeln sich in London die Mitglieder einer Katzengemeinschaft, um denjenigen zu bestimmen, der in einem neuen Leben wiedergeboren werden soll. Der Wettstreit wird jedoch durch einen Schurken gestört, der den Preis für sich beansprucht. Die Kinoadaption eines revueartigen Bühnenmusical-Erfolgs erweitert dessen dünne Handlung durch stärker konturierte Figuren und einen Erzählstrang um eine junge Katze auf der Suche nach Anschluss. Dabei geht die Inszenierung mit der Theatralik des Konzepts nicht immer geschickt um und ist in ihren Effekten gewöhnungsbedürftig, vermag als Spektakel mit virtuosen Momenten aber dennoch mitzureißen. - Ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
CATS
Produktionsland
Großbritannien/USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Tom Hooper
Buch
Lee Hall · Tom Hooper
Kamera
Christopher Ross
Musik
Andrew Lloyd Webber
Schnitt
Melanie Oliver
Darsteller
Francesca Hayward (Victoria) · Idris Elba (Macavity) · Robbie Fairchild (Munkustrap) · Judi Dench (Alt Deuteronimus) · Jennifer Hudson (Grizabella)
Länge
111 Minuten
Kinostart
26.12.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 10.
Genre
Drama | Familienfilm | Fantasy | Musical | Musikfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Kinoadaption von Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical um das geheime nächtliche Treiben Londoner Katzen, die auf einem Ball einen musikalischen Wettstreit veranstalten.

Diskussion

Die Stadt als Bühne. Wenn die Katzen von London in der Verfilmung des Musicals „Cats“ durch Tom Hooper umherschleichen, springen, sich rekeln, Possen treiben und (vor allem) zu singen und tanzen beginnen, geben sie sich nicht mit den Hinterhöfen zufrieden, die der Bühnenversion von „Cats“ noch genügten. Als würde der Film der verbreiteten Theorie folgen, dass der Mensch von den Katzen im Grunde nur geduldet werde, sind die Straßen zwar von den Lichtern der Nachtclubs und Laternen erleuchtet, aber menschenentleert. Die Jellicle-Katzen, die sich zum großen Ball aufmachen, beherrschen die Vollmondnacht nach Belieben, auch wenn sie wissen, dass in der Dunkelheit Gefahren lauern. Der Name des Katzenschurken Macavity geistert umher, und tatsächlich streckt der finstere Geselle seine Krallen nach den anderen Katzen aus. Sein Ziel ist es, den musikalischen Wettstreit auf dem Ball zu gewinnen, um zur Belohnung in den „sphärischen Raum“ aufzusteigen und in einem neuen Katzenleben wiedergeboren zu werden.

T.S. Eliot und Andrew Lloyd Webber

Mit Macavitys Präsenz von Beginn des Films an sowie dem ausformulierten Grund für seine Untaten gegenüber den Jellicle-Katzen und ihrem weisen Oberhaupt Alt Deuteronimus haben sich der Regisseur und sein Co-Drehbuchautor Lee Hall

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