Darkroom - Tödliche Tropfen

Krimi | Deutschland 2019 | 92 Minuten

Regie: Rosa von Praunheim

Ein unauffälliger Referendar zieht mit seinem Freund nach Berlin, wo er beginnt, flüchtige Bekanntschaften gezielt mit überdosierten K.-o.-Tropfen zu töten. Basierend auf einem wahren Fall erzählt der Film auf verschiedenen Zeitebenen vom Werdegang des Täters, seiner Gerichtsverhandlung und der Zeit im Gefängnis. Mit theatralen Settings und Musicaleinlagen stellt er dabei die Künstlichkeit seiner Erzählung aus, verweigert sich moralischen Urteilen und lässt bewusst offene Fragen. Dennoch ist er ein vielschichtiges, spannendes Porträt einer Gesellschaft, die von Kontrollwahn und Abhängigkeit geprägt ist und in der Lust und Gefahr manchmal nahtlos ineinander übergehen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Rosa von Praunheim
Buch
Rosa von Praunheim
Kamera
Lorenz Haarmann
Musik
Heiner Bomhard · Lars Niekisch · Andreas Wolter
Schnitt
Mike Shephard · Rosa von Praunheim
Darsteller
Bozidar Kocevski (Lars Schmieg) · Heiner Bomhard (Roland Baader) · Katy Karrenbauer (Staatsanwältin) · Christiane Ziehl (Großmutter) · Bardo Böhlefeld (Bastian)
Länge
92 Minuten
Kinostart
30.01.2020
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Krimi

Auf einem wahren Fall beruhendes Drama über einen unauffälligen Referendar, der mehrere Männer mit gezielt überdosierten K.-o.-Tropfen tötet, von Rosa von Praunheim mit Verfremdungsmitteln und ohne eindeutige Antworten inszeniert.

Diskussion

Hinter den Abkürzungen GBL und GHB verbirgt sich eine chemische Verbindung, die als Lösungsmittel in der Industrie ebenso genutzt wird wie als Partydroge. Für Letzteres – auch bekannt als Liquid Ecstasy – reicht schon eine äußerst geringe Menge, um eine euphorisierende und sexuell stimulierende Wirkung hervorzurufen. Nimmt man jedoch ein paar Tropfen zu viel oder mischt die Substanz mit Alkohol, kann das zu einem komatösen Zustand führen oder sogar zum Atemstillstand. In „Darkroom – Tödliche Tropfen“ spielt diese Droge nicht nur eine entscheidende Rolle, auch ihr breites Wirkungsspektrum passt gut zu einem Film, der sich konsequent dem Eindeutigen verweigert.

Die Handlung dreht sich um den ehemaligen Krankenpfleger und Grundschul-Referendar Lars (Bozidar Kocevski), der beim Cruisen im Berliner Tiergarten zufällig auf die Droge aufmerksam wird. Allerdings interessiert ihn dabei weniger der eigene Rausch als die gefährliche Neb

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