Der Spion von nebenan

Action | USA 2019 | 101 Minuten

Regie: Peter Segal

Ein tumber CIA-Agent wird nach einem missglückten Einsatz in der Ukraine nach Chicago beordert, um die Witwe des Bruders eines Schwerverbrechers zu beschatten. Deren neunjährige Tochter kommt dem Spion aber schnell auf die Schliche und zwingt ihn, sie als Nachwuchsagentin auszubilden und ihre Mutter kennenzulernen. Der inszenatorisch eher hemdsärmelige, in der Hauptrolle mit einem Ex-Wrestler fehlbesetzte Action-Familienfilm ist für Kinder zu gewalttätig und für Erwachsene zu kindlich erzählt. Die Indifferenz des Drehbuchs gegenüber einem unreflektierten Killer, der zum Leitbild eines kleinen Mädchens wird und auch bei den Erwachsenen punktet, wirkt ärgerlich. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MY SPY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Peter Segal
Buch
Erich Hoeber · Jon Hoeber
Kamera
Larry Blanford
Musik
Dominic Lewis
Schnitt
Jason Gourson
Darsteller
Dave Bautista (JJ) · Kristen Schaal (Bobbi) · Parisa Fitz-Henley (Kate) · Chloe Coleman (Sophie) · Keller Viaene (Emmy)
Länge
101 Minuten
Kinostart
12.03.2020
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Action | Familienfilm | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Tobis/Leonine
Verleih Blu-ray
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Ein tumber CIA-Agent soll in Chicago eine kriminelle Familieüberwachen, wird dabei aber von einem neunjährigen Mädchen enttarnt, das sich ihrerseits als Spionin ausbilden lassen will.

Diskussion

Ausgerechnet „99 Luftballons“, der Friedenssong von Nena aus den 1980er-Jahren, tönt aus dem Autoradio, als der CIA-Agent JJ (Dave Bautista) aus dem Reaktorblock in Tschernobyl flüchtet. Gerade hat er alle Kontaktpersonen eines fingierten Plutonium-Deals ausradiert. Jetzt dreht er am Radio herum und wird von finsteren Handlangern unter Beschuss genommen. Auf eine russische Pop-Variante von „I will survive“ folgt Britney Spears „Hit Me Baby One More Time“ aus dem Lautsprecher. Das passt zum Bazooka-Einschlag – und zum Geschmack des bis zum Hals tätowierten Muskelprotzes, der sich gleich zum Mitsingen animiert fühlt.

Alles andere als ein Feingeist

Das könnte nach einem vielversprechenden, popkulturell anspielungsreichen Filmauftakt klingen. Doch „Der Spion von nebenan“ erweist sich von der ersten Szene an als so hemdsärmelig wie sein deutscher Verleihtitel. JJ, der auch in brenzligen Situationen aus der britischen Liebeskomödie „

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