Drama | Österreich/Deutschland 2019 | 113 Minuten

Regie: Hüseyin Tabak

Eine junge Romni-Mutter und ehemalige Profiboxerin versucht in Hamburg einen Neuanfang. Zwischen schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs und familiären Verpflichtungen eröffnet sich ihr die Chance, ihre Boxkarriere wieder aufzunehmen. Doch statt einer klassischen Comeback-Geschichte erzählt das Box-Drama vom Schicksal einer Migrantin, die überall zwischen den Stühlen sitzt und sich zwischen lausigen Jobs und den Sorgen um ihre Kinder mühsam durchkämpft. Stark ist der Film dabei insbesondere, wenn er vom unterschwelligen alltäglichen Rassismus in der Gesellschaft erzählt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GIPSY QUEEN
Produktionsland
Österreich/Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Hüseyin Tabak
Buch
Hüseyin Tabak
Kamera
Lukas Gnaiger
Musik
Judit Varga
Schnitt
Christoph Loidl
Darsteller
Alina Serban (Ali) · Tobias Moretti (Tanne) · Irina Kurbanova (Mary) · Catrin Striebeck (Gloria) · Sarah Carcamo Vallejos (Esmeralda)
Länge
113 Minuten
Kinostart
25.06.2020
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Sportfilm

Ungewöhnliches Box-Drama um eine junge Romni-Mutter, die sich in Hamburg zwischen lausigem Job, den Sorgen einer Mutter und der Möglichkeit, wieder in den Ring zu steigen, mühsam durchkämpft.

Diskussion

Als Ali nach Jahren das erste Mal wieder in den Ring steigt, trägt sie ein Affenkostüm. Sie kämpft nicht mehr mit einer Profilizenz, hat keinen Gegner in der eigenen Gewichtsklasse und überhaupt seit Jahren nicht mehr geboxt. In dem Kampf gegen zwei besoffene Halbstarke, die sich ihr nacheinander stellen, geht es auch nicht mehr um einen Weltmeistertitel, sondern um einen einzigen Hundert-Euro-Schein. In der zweiten Runde geht Ali zu Boden. Dennoch ist der nächtliche Schaukampf im verrauchten Keller der „Ritze“, einer der berühmtesten Hamburger Kiezkneipen, trotz der Schläge, des Affenkostüms und der mickrigen Bezahlung, keine solche Demütigung, wie sie Ali sonst nahezu täglich hinnehmen muss. Als Kneipenchef und Boxtrainer Tanne (Tobias Moretti in einer erfreulich uneitlen, wild in alle Richtungen changierenden Performance) dazwischengeht, gibt es für Ali Applaus und Sprechchöre.

Im Ring und außerhalb des Rings

Der Ring ist selbst unter diesen Umständen ein Re

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