Tom & Viv

Biopic | USA/Großbritannien 1994 | 125 Minuten

Regie: Brian Gilbert

Die zum Scheitern verurteilte erste Ehe des amerikanischen Literatur-Nobel-Preisträgers T.S. Eliot mit der Engländerin Vivienne Haigh-Wood in einer in den Titelrollen vorzüglich gespielten, gediegenen Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks. Die inszenatorisch solide Beziehungstragödie läßt sich gleichermaßen als Krankengeschichte, Emanzipationsdrama und Dichterbiografie verstehen. Mit dem Geist des britischen Empires zwischen den Kriegen beschwört der Film überdies glaubhaft eine Zeit, in der eine erstarrte Gesellschaft eine unangepaßte junge Frau zwangsläufig isolieren mußte. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
TOM & VIV
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
1994
Regie
Brian Gilbert
Buch
Michael Hastings · Adrian Hodges
Kamera
Martin Fuhrer
Musik
Debbie Wiseman
Schnitt
John Lawson
Darsteller
Willem Dafoe (T.S. "Tom" Eliot) · Miranda Richardson (Vivienne "Viv" Haigh-Wood) · Rosemary Harris (Rose Haigh-Wood) · Tim Dutton (Maurice Haigh-Wood) · Nickolas Grace (Bertrand Russell)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic | Drama | Literaturverfilmung

Diskussion
England 1914. Gut gelaunt kehrt Vivienne Haigh-Wood, die kaum 20jährige Tochter einer alteingesessenen Londoner Bankiersfamilie, in Begleitung ihres älteren Bruders Maurice an ihren Schulort Oxford zurück. Der Grund für ihre Ausgelassenheit ist weniger der sommerliche Ausflug im väterlichen Cabriolet als vielmehr die Aussicht, den amerikanischen Literatur-Studenten Thomas Steams Eliot wiederzusehen, dessen Bekanntschaft sie kurz zuvor gemacht hat. Trotz der Anwesenheit von Viviennes Aufpasser funkt es heftig zwischen dem impulsiven Mädchen aus dem britischen (Geld-)Adel und dem schüchternen Mittzwanziger aus dem fernen St. Louis. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, brennen durch und heiraten sechs Monate später, ohne eine berufliche Perspektive oder materielle Sicherheit zu haben. Trotz aller aufrichtigen Zuneigung der Partner steht die Ehe unter keinem guten Stern. Bereits auf der Hochzeitsreise zeigt sich, daß die junge Frau von schwacher physischer Verfassung ist. Ständig nimmt sie Mittel gegen i

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